Technik & Ratgeber

Solarthermie in der Fernwärme: Was Power-to-Heat bedeutet

Städtische Wärmenetze setzen zunehmend auf Solarwärme und Power-to-Heat. Was steckt hinter diesen Technologien, und was bedeutet das für Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg?

Solarthermie in der Fernwärme: Was Power-to-Heat bedeutet

Text KI-erstellt, Fotos echt, Video-Einblendungen KI-erstellt.

Maik Marx
Maik MarxInhaber von solarsorglos.de · plangenial Unternehmensberatung, Berlin

Stadtwerke in Deutschland entdecken gerade, was Sonnenenergie für die Wärmeversorgung ganzer Stadtteile leisten kann. Das Projekt der Stadtwerke Weimar zeigt es beispielhaft: Solarthermie auf der Freifläche speist direkt in das Fernwärmenetz ein, und überschüssiger PV-Strom wird über Power-to-Heat in zusätzliche Wärme umgewandelt. Was sich dahinter technisch verbirgt, warum dieser Ansatz auch für Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg interessant ist, und wie Solarthermie und Photovoltaik sich wirklich unterscheiden, erklärt dieser Ratgeber ehrlich und ohne Beschönigungen.

In Deutschland gewinnt die solare Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene spürbar an Fahrt. Viele Stadtwerke prüfen, wie sie fossile Brennstoffe in ihren Fernwärmenetzen Schritt für Schritt ersetzen können. Solarthermie und Power-to-Heat sind dabei zwei Bausteine, die sich gegenseitig ergänzen, weil sie unterschiedliche Jahreszeiten und Tageszeiten abdecken.

Für private Hausbesitzer klingt das zunächst nach einem fernen Infrastrukturthema. Tatsächlich berührt es aber ganz konkrete Fragen: Lohnt sich Solarthermie für mein Haus noch, wenn die Fernwärme bereits sauber ist? Kann ich mit meiner PV-Anlage selbst Power-to-Heat betreiben? Und was ist überhaupt der Unterschied zwischen einer Solaranlage und einer Photovoltaikanlage? Diese Fragen beantwortet dieser Artikel Schritt für Schritt.

Auf einen Blick
  • Solarthermie wandelt Sonnenlicht direkt in Wärme um, ohne den Umweg über Strom.
  • Power-to-Heat nutzt Überschussstrom, zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen, um Wasser elektrisch zu erhitzen.
  • Stadtwerke wie in Weimar kombinieren beide Wege, um Fernwärmenetze klimafreundlicher zu machen.
  • Für Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg sind beide Technologien relevant: direkt als Eigenanlage oder indirekt über die Fernwärmeversorgung.
  • Solarthermie und Photovoltaik schließen sich nicht aus, sie können sich sinnvoll ergänzen.
Inhalt
  1. 01Solarthermie: Wie die Technologie wirklich funktioniert
  2. 02Was Power-to-Heat ist und wie es in die Fernwärme passt
  3. 03Solarthermie oder Photovoltaik: Was ist der Unterschied?
  4. 04Kann man mit Solarstrom Warmwasser erzeugen?
  5. 05Fernwärme und Solarthermie: Was das für Berlin und Brandenburg bedeutet
  6. 06Power-to-Heat zu Hause: Technik, Grenzen und realistische Erwartungen
  7. 07Fazit: Solarthermie und Power-to-Heat als Teil eines größeren Bildes
Video aus echten Projektfotos, Texteinblendungen KI-erstellt

01Solarthermie: Wie die Technologie wirklich funktioniert

Solarthermie bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenstrahlung in nutzbare Wärme. Dabei absorbieren flache Kollektoren auf dem Dach das Sonnenlicht und geben die entstehende Wärme an ein Trägerfluid weiter, meistens ein Wasser-Glykol-Gemisch. Dieses Fluid transportiert die Wärme über einen Wärmetauscher in den Heizkreislauf oder den Warmwasserspeicher des Gebäudes.

Der entscheidende Unterschied zu einer Photovoltaikanlage liegt im Energiepfad. Solarthermie erzeugt keine Kilowattstunden Strom, sondern direkt Kilowattstunden Wärme. Dieser kurze Weg macht die Technologie in ihrer Kernaufgabe sehr effizient: Laut Angaben des Fraunhofer ISE können thermische Kollektoren je nach Bauart und Ausrichtung zwischen 300 und 700 Kilowattstunden Wärme pro Quadratmeter Kollektorfläche und Jahr liefern.

Es gibt zwei Haupttypen: Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren. Flachkollektoren sind kostengünstiger und weit verbreitet, während Vakuumröhren auch bei diffusem Licht und niedrigen Außentemperaturen effizienter arbeiten. Für Berliner Dächer mit ihrer oft guten Südausrichtung sind Flachkollektoren in den meisten Fällen die wirtschaftlichere Wahl.

Beispielrechnung · kWh/m²/Jahr

Wärmeerzeugung aus Solarthermie: Beispiel Jahresertrag nach Kollektortyp

Flachkollektor (Süd, 35°)
420
Vakuumröhre (Süd, 35°)
580
Flachkollektor (Ost/West)
310
Vakuumröhre (Ost/West)
430
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Die gewonnene Wärme lässt sich für zwei Zwecke nutzen: Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Warmwasserbereitung ist in der Regel der effektivere Einsatzbereich, weil der Bedarf ganzjährig konstant ist und die Solarstrahlung auch im Sommer für eine vollständige Deckung ausreicht. Heizungsunterstützung ist möglich, aber saisonal begrenzt.

In großen Freiflächen-Solarthermieanlagen, wie sie Stadtwerke errichten, funktioniert dasselbe Prinzip im industriellen Maßstab. Statt einiger Quadratmeter Kollektorfläche auf dem Hausdach kommen dort Tausende von Quadratmetern zusammen, und die Wärme fließt direkt in das städtische Fernwärmenetz. Die Stadtwerke Weimar verfolgen genau diesen Ansatz, wie der Solarserver im Oktober berichtet hat.

Wer sich fragt, wie sich eine solche Anlage in die Haustechnik einfügt, findet auf unserem Blog den Artikel Solaranlage und Heizung: Was Berliner Hausbesitzer beim Zusammenspiel wirklich beachten müssen hilfreiche Einordnungen zur Systemintegration.

02Was Power-to-Heat ist und wie es in die Fernwärme passt

Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von elektrischem Strom in Wärme. Das klingt trivial, weil jede Heizspirale genau das tut. Der Begriff meint aber einen spezifischen Kontext: Überschussstrom aus erneuerbaren Quellen, der gerade nicht gebraucht wird oder günstig verfügbar ist, wird gezielt in einen Wärmeerzeuger geleitet.

Im Zusammenhang mit Fernwärme bedeutet das: Wenn eine PV-Anlage oder ein Windpark mehr Strom erzeugt, als das Netz gerade abnehmen kann, kauft der Stadtwerke-Betreiber diesen Strom günstig ein und wandelt ihn in Wärme um. Ein Elektroheizkessel oder ein Wärmepumpen-System erhitzt dabei Wasser, das in einem Wärmespeicher zwischengelagert wird. Von dort fließt die Wärme bedarfsgerecht ins Fernwärmenetz.

Die Stärke von Power-to-Heat liegt in seiner Flexibilität. Während Solarthermie nur funktioniert, wenn die Sonne scheint, kann ein Power-to-Heat-System rund um die Uhr aktiviert werden, sofern günstiger Strom verfügbar ist. Die beiden Technologien decken also unterschiedliche Zeitfenster ab und ergänzen sich deshalb sinnvoll im Verbund.

„Wärme und Strom aus der Sonne schließen sich nicht aus. Wer beide Wege kennt, entscheidet besser.“Maik Marx, solarsorglos.de

Für die Wärmenetzstabilität ist das ein wichtiger Faktor. Fernwärmenetze müssen eine konstante Vorlauftemperatur halten. Schwankende Solarstrahlung allein würde das nur begrenzt leisten. Power-to-Heat puffert diese Schwankungen ab und macht das Gesamtsystem zuverlässig, ohne auf Erdgas oder Öl als Backup angewiesen zu sein. Wer Power-to-Heat zuhause intelligent steuern möchte, findet bei liasmart.de Informationen zu Smart-Home-Lösungen, die Solarertrag, Heizstab und Energieverbrauch automatisch aufeinander abstimmen.

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Power-to-Heat einer der Bausteine der Wärmewende, weil er direkt an die wachsende Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen anknüpft. Je mehr Solarstrom im Netz vorhanden ist, desto attraktiver wird der Betrieb solcher Anlagen für Stadtwerke.

Das Prinzip lässt sich übrigens auch im privaten Maßstab nachbilden: Ein Heizstab im Warmwasserspeicher, gesteuert durch einen Energiemanager, nutzt PV-Überschüsse genau dann, wenn sie anfallen. Welche Prioritäten dabei sinnvoll sind, beschreibt unser Artikel zum Energiemanager: Wer bekommt den Strom zuerst?.

03Solarthermie oder Photovoltaik: Was ist der Unterschied?

Diese Frage stellen viele Hausbesitzer, wenn sie zum ersten Mal mit dem Thema Solarenergie in Berührung kommen. Der Begriff Solaranlage wird im Alltag für beides verwendet, obwohl die Technologien grundlegend verschieden sind. Eine saubere Unterscheidung hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Eine Photovoltaikanlage wandelt Licht in elektrischen Strom um. Die Solarmodule auf dem Dach enthalten Siliziumzellen, die bei Lichteinstrahlung eine Spannung erzeugen. Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der dann im Haus genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Eine Solarthermieanlage hingegen wandelt Licht in Wärme um. Es gibt keine Stromerzeugung, keinen Wechselrichter, keine Einspeisung ins Stromnetz. Der Kollektor heizt ein Fluid, das Fluid heizt den Speicher, der Speicher liefert Warmwasser oder unterstützt die Heizung. Beide Systeme nutzen dieselbe Energiequelle, die Sonne, aber auf völlig verschiedenen technischen Wegen.

Beispielrechnung · % Nutzungsgrad (Licht zu

Wirkungsgrad im Vergleich: Solarthermie vs. PV-Pfade zur Wärme

65 %
Solarthermie direkt
38 %
PV + Heizstab
57 %
PV + Wärmepumpe (COP 3)
76 %
PV + Wärmepumpe (COP 4)
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Was ist effizienter? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil die Anwendungsfälle verschieden sind. Solarthermie liefert Wärme mit einem hohen Nutzungsgrad, weil der direkte Weg von Licht zu Wärme wenig Verluste erzeugt. Eine PV-Anlage erzeugt Strom, der vielseitig einsetzbar ist: für Licht, Geräte, das Elektroauto und, über Power-to-Heat, auch für Wärme.

Der größte praktische Unterschied für Hausbesitzer ist die Flexibilität. PV-Strom kann für nahezu jeden Zweck eingesetzt werden, Solarthermiewärme nur für Heizung und Warmwasser. Wer beides braucht und Dachfläche hat, kann theoretisch kombinieren. Wer nur begrenzten Platz hat, entscheidet sich oft für PV, weil die Vielseitigkeit des Stroms mehr Spielraum lässt.

Die Verbraucherzentrale: Erneuerbare Energien bietet einen gut verständlichen Überblick über beide Technologien und hilft bei der ersten Orientierung, bevor Sie in die individuelle Planung einsteigen.

04Kann man mit Solarstrom Warmwasser erzeugen?

Ja, das ist technisch problemlos möglich, und es ist genau das, was Power-to-Heat im kleinen Maßstab bedeutet. Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat, kann überschüssigen Solarstrom in den Warmwasserspeicher leiten, anstatt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen. Dafür wird ein elektrischer Heizstab in den vorhandenen Warmwasserspeicher eingebaut.

Ein Energiemanagement-System erkennt, wann die PV-Anlage mehr Strom erzeugt, als das Haus gerade verbraucht. Statt diesen Überschuss für eine geringe Einspeisevergütung abzugeben, aktiviert es den Heizstab und wärmt das Trinkwasser auf. So wird Sonnenenergie gespeichert, und zwar in einer Form, die sofort nutzbar ist.

Der Vergleich mit einer klassischen Solarthermieanlage ist dabei interessant. Solarthermie erreicht beim reinen Warmwassererzeugen einen hohen Wirkungsgrad, weil kein Umweg über Strom gemacht wird. PV plus Heizstab hat rechnerisch einen etwas niedrigeren Gesamtwirkungsgrad, ist aber flexibler, weil die PV-Anlage auch für alle anderen Stromverbraucher im Haus zur Verfügung steht.

Solarthermie in der Fernwärme: Was Power-to-Heat bedeutet, solarsorglos.de
Foto: solarsorglos, Abbildung ähnlich

Für Neubauten und Sanierungsprojekte in Berlin und Brandenburg ist die Kombination aus PV und elektrischer Warmwasserbereitung heute eine sehr verbreitete Lösung. Sie vermeidet die Doppelinstallation von PV-Modulen und Solartherme-Kollektoren auf demselben Dach, was Platz spart und die Dachkonstruktion nicht doppelt belastet.

Wer die Warmwassererzeugung noch weiter optimieren möchte, kann einen Wärmepumpen-Warmwasserbereiter einsetzen. Dieser nutzt Umgebungsluft, um das Wasser zu erhitzen, und arbeitet mit einem Verhältnis von Strom zu Wärme, das deutlich über eins liegt. In Kombination mit PV-Überschuss ist das eine sehr effiziente Lösung.

Wie die Haustechnik insgesamt mit einer Solaranlage zusammenspielen kann, zeigt unser Artikel Solaranlage und Haustechnik: Was wirklich zusammenpasst, der die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten übersichtlich darstellt.

05Fernwärme und Solarthermie: Was das für Berlin und Brandenburg bedeutet

Berlin ist eine der am stärksten fernwärmeversorgten Städte Deutschlands. Große Teile der Innenstadt und viele Plattenbauviertel werden über das Fernwärmenetz mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Die Frage, wie dieses Netz klimafreundlicher wird, ist deshalb für Hunderttausende Haushalte direkt relevant.

Bisher wird die Berliner Fernwärme noch zu einem erheblichen Teil mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Der Transformationsprozess ist im Gang, schreitet aber schrittweise voran. Solarthermie-Großanlagen und Power-to-Heat sind zwei der Technologien, die in diesem Kontext diskutiert und erprobt werden. Das Weimarer Beispiel zeigt, wie Stadtwerke diesen Weg konkret beschreiten können.

Für Hausbesitzer in Brandenburg, wo keine Fernwärme verfügbar ist, stellen sich die Fragen anders. Hier geht es um die eigene Heizlösung: Wärmepumpe, Pelletheizung oder eine Kombination aus PV und Power-to-Heat im eigenen Keller. Diese Hausbesitzer sind direkter betroffen von den technischen Entscheidungen, die sie selbst treffen müssen.

Beispielrechnung · % solare Deckung je Quar

Solare Deckungsrate Warmwasser: Modellhaushalt Berlin (4 Personen)

Q1 (Jan-Mrz)
15
Q2 (Apr-Jun)
80
Q3 (Jul-Sep)
95
Q4 (Okt-Dez)
25
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Mehrfamilienhäuser in Berlin, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, können zusätzlich eine PV-Anlage auf dem Dach installieren. Der dort erzeugte Strom lässt sich für Allgemeinstrom, Mieterstrom oder die Ladung von Elektrofahrzeugen nutzen, während die Wärmeversorgung weiter über das Netz läuft. Das sind keine konkurrierenden, sondern ergänzende Lösungen. Wer ein älteres Gebäude in Berlin besitzt und über eine Modernisierung nachdenkt, sollte beides gemeinsam planen: die energetische Hülle und die Erzeugungstechnik. Unser Partnerteam bei montageteam-marx.de berät rund um Dach, Fassade und Sanierung, sodass die Solarinstallation von Anfang an in die Bauplanung integriert werden kann.

Wer ein älteres Gebäude in Berlin besitzt und über eine Modernisierung nachdenkt, sollte beides gemeinsam planen: die energetische Hülle und die Erzeugungstechnik. Unser Partnerteam bei montageteam-marx.de berät rund um Dach, Fassade und Sanierung, sodass die Solarinstallation von Anfang an in die Bauplanung integriert werden kann.

Wer die Fördermöglichkeiten für solche kombinierten Maßnahmen ausleuchten möchte, findet auf den Seiten der KfW aktuelle Informationen zu Kredit- und Zuschussmöglichkeiten für Wärmepumpen, Heizungsoptimierung und Photovoltaik.

06Power-to-Heat zu Hause: Technik, Grenzen und realistische Erwartungen

Wer zu Hause Power-to-Heat einsetzen möchte, braucht drei Dinge: eine PV-Anlage, einen Warmwasserspeicher mit Heizstab oder Wärmepumpen-Anschluss und ein Steuerungssystem, das den Überschussstrom erkennt und gezielt lenkt. Diese Kombination ist technisch ausgereift und inzwischen bei vielen Installateuren Standard.

Die Grenzen des Systems liegen in der Größe der PV-Anlage und im Speichervolumen. Ein typischer Haushalt mit einer 8-kWp-Anlage erzeugt an sonnigen Sommertagen deutlich mehr Strom als er verbraucht. Diese Überschüsse reichen aus, um einen 200-Liter-Speicher aufzuheizen. Im Winter hingegen ist kaum Überschuss vorhanden, sodass die Wärmepumpe oder der Kessel einspringen muss.

Realistische Erwartungen sind wichtig: Power-to-Heat am Eigenheim ist kein vollständiger Ersatz für eine Heizungsanlage. Es ist eine sinnvolle Ergänzung, die Sommerüberschüsse nutzt und den Gasverbrauch für Warmwasser in den Sommermonaten reduziert oder eliminiert. Im Winter und an langen Regenphasen bleibt der Hauptwärmeerzeuger unverzichtbar.

Beispielrechnung · kWh/Monat (Überschuss nu

Power-to-Heat: PV-Überschuss und Warmwassernutzung (8 kWp, Berlin)

40Januar220April310Juli130Oktober20Dezember
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Ein Batteriespeicher und Power-to-Heat konkurrieren in der Praxis um dieselben Überschusskohorten. Wer zuerst bedient wird, hängt von der Steuerlogik und den persönlichen Prioritäten ab. Wärmespeicher haben den Vorteil, dass sie sehr günstig sind, weil heißes Wasser schlicht günstiger ist als Lithium-Ionen-Zellen. Batteriespeicher sind jedoch flexibler, weil sie Strom für alle Verbraucher bereitstellen. Wer die Finanzierungsseite solcher Projekte durchdenken möchte, bietet das Portal finanzpost.de weiterführende Artikel zu Investitionsplanung, Fördermitteln und Finanzierungsstrategien für Hausbesitzer.

Der Artikel Wechselrichter, Speicher, Wallbox: Wie viele Geräte verträgt Ihre Solaranlage wirklich? erklärt, wie man verschiedene Verbraucher sinnvoll priorisiert und das Gesamtsystem aufeinander abstimmt.

Wer die Finanzierungsseite solcher Projekte durchdenken möchte, bietet das Portal finanzpost.de weiterführende Artikel zu Investitionsplanung, Fördermitteln und Finanzierungsstrategien für Hausbesitzer.

Solarthermie vs. PV: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Solarthermie erzeugt direkt Wärme aus Sonnenstrahlung. Einsatz: Warmwasser und Heizungsunterstützung. Wirkungsgrad im Wärmepfad hoch, aber kein Strom. Photovoltaik erzeugt Strom, der für nahezu alle Anwendungen nutzbar ist: Haushaltsgeräte, Elektroauto, Beleuchtung und über Power-to-Heat auch Wärme. Power-to-Heat bezeichnet die gezielte Umwandlung von Überschussstrom in Wärme, zum Beispiel über einen Heizstab im Warmwasserspeicher. Im Fernwärmekontext nutzen Stadtwerke Großanlagen dieser Art, um PV-Überschüsse ins Wärmenetz einzuspeisen. Für private Haushalte ist die Kombination aus PV-Anlage und Heizstab oder Wärmepumpen-Warmwasserbereiter eine erprobte und alltagstaugliche Lösung.

07Fazit: Solarthermie und Power-to-Heat als Teil eines größeren Bildes

Das Weimarer Beispiel zeigt, dass Solarthermie in der Fernwärme keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern konkrete Infrastrukturplanung. Stadtwerke kombinieren thermische Kollektoren und Power-to-Heat, weil beide Technologien unterschiedliche Stärken haben und sich im Verbund besser ergänzen als jede für sich allein.

Für private Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg lässt sich daraus eine klare Botschaft ableiten: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Solarthermie, PV mit Power-to-Heat und Wärmepumpe sind unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage, nämlich wie man Wärme möglichst unabhängig von fossilen Brennstoffen erzeugt. Welche Antwort zu Ihrem Haus passt, hängt von Dachfläche, Heizsystem, Verbrauchsprofil und Budget ab.

Photovoltaik bietet dabei die größte Flexibilität, weil Strom vielseitig einsetzbar ist: für Licht, Geräte, das Elektroauto und, über einen Heizstab oder eine Wärmepumpe, auch für Wärme. Wer seinen Solarstrom vollständig selbst nutzen möchte, sollte die Wärmeerzeuger von Anfang an in die Systemplanung einbeziehen.

Solarthermie in der Fernwärme: Was Power-to-Heat bedeutet, solarsorglos.de
Foto: solarsorglos, Abbildung ähnlich

Solarthermie bleibt eine valide und bewährte Technologie, besonders dort, wo Warmwasser der dominierende Verbrauch ist und die Dachfläche für PV nicht ausreicht oder bereits anderweitig belegt ist. Die Entscheidung zwischen beiden Technologien ist keine ideologische, sondern eine technische und wirtschaftliche.

Wer plant, eine Solaranlage in Berlin oder Brandenburg zu installieren, sollte das Thema Wärmeerzeugung von Anfang an mitdenken. Die Verbraucherzentrale: Energie bietet dazu unabhängige Beratung, bevor der erste Handwerker das Haus betritt.

Die Technologien rund um Solarwärme und Power-to-Heat entwickeln sich weiter. Wer heute eine PV-Anlage installiert, legt damit auch die Grundlage für eine spätere Integration von Heizstab, Wärmepumpe oder Smart-Home-Steuerung. Lassen Sie sich dabei Zeit für eine gründliche Planung, denn eine gut geplante Anlage arbeitet Jahrzehnte zuverlässig.

Maik Marx
Meine Meinung

Ein persönliches Wort von Maik Marx

Ich werde oft gefragt, ob man sich zwischen Solarthermie und Photovoltaik entscheiden muss. Die ehrliche Antwort lautet: meistens nein, aber die richtige Priorität hängt von Ihrem Haus ab. Was mich an Projekten wie dem in Weimar fasziniert, ist der konsequente Systemgedanke: Nicht eine Technologie löst alles, sondern das kluge Zusammenspiel mehrerer Bausteine macht den Unterschied. Genau diesen Gedanken versuche ich auch bei meinen Beratungen in Berlin und Brandenburg zu vermitteln. Wer seine Anlage als Teil eines Gesamtsystems versteht, trifft die besseren Entscheidungen. Ich freue mich, wenn dieser Artikel Ihnen dabei hilft, die Technologien klarer zu sehen, bevor Sie ins Gespräch mit einem Handwerker gehen. Und wenn Sie möchten, bin ich dieser Handwerker gern persönlich.

Unterschrift Maik Marx
Maik Marx · Inhaber von solarsorglos.de · plangenial Unternehmensberatung, Berlinmaikmarx.deplangenial.de

Jetzt kostenlos beraten lassen: Solarwärme und PV für Ihr Haus

Sie möchten wissen, ob Power-to-Heat, Solarthermie oder eine PV-Anlage besser zu Ihrem Haus in Berlin oder Brandenburg passt? Buchen Sie ein kostenloses Vor-Ort- oder Online-Gespräch mit Maik Marx. Gemeinsam schauen wir uns Ihre Situation an und erklären Ihnen ehrlich, welche Lösung wirklich sinnvoll ist.

Beratung buchen
Im Video erklärt

#9 Solartrends 2025 - Neue Technologien und Innovationen

Mehr Erklärvideos auf unserem YouTube-Kanal.

Noch mehr von Maik und dem Team

solarsorglos ist nicht alles: Diese Projekte gehören auch zur Familie.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert Solarthermie?

Solarthermie nutzt Kollektoren, meist auf dem Dach, um Sonnenstrahlung direkt in Wärme umzuwandeln. Ein Wärmeträgerfluid, in der Regel ein Wasser-Glykol-Gemisch, nimmt die Wärme im Kollektor auf und transportiert sie über einen Wärmetauscher in einen Warmwasserspeicher oder den Heizkreislauf. Es wird kein elektrischer Strom erzeugt. Die Wärme kann direkt für Brauchwasser oder zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Die Technologie ist seit Jahrzehnten erprobt und gilt als wartungsarm. Laut Fraunhofer ISE liefern gut ausgerichtete Flachkollektoren je nach Standort und Neigung zwischen 300 und 700 Kilowattstunden Wärme pro Quadratmeter und Jahr.

Kann man mit Solarstrom Warmwasser erzeugen?

Ja, das ist technisch problemlos möglich und trägt den Namen Power-to-Heat im privaten Maßstab. Ein elektrischer Heizstab im Warmwasserspeicher erhitzt das Wasser, sobald die PV-Anlage mehr Strom erzeugt als der Haushalt gerade verbraucht. Ein Energiemanagement-System erkennt diese Überschüsse und aktiviert den Heizstab automatisch. Alternativ kann ein Wärmepumpen-Warmwasserbereiter eingesetzt werden, der noch effizienter arbeitet, weil er zusätzlich Umgebungswärme nutzt. Diese Lösung ist besonders im Sommer sehr effektiv, wenn PV-Überschüsse groß und Heizstabkosten gering sind. Im Winter ist der Überschuss gering, sodass eine konventionelle Heizung weiterhin gebraucht wird.

Was ist effizienter: Solarthermie oder Photovoltaik?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil die Technologien für verschiedene Zwecke gebaut sind. Solarthermie hat beim reinen Wärmeerzeugen einen hohen Nutzungsgrad, weil kein Umweg über Strom gemacht wird. Photovoltaik hat einen niedrigeren Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Licht in Strom, bietet aber mit dem erzeugten Strom maximale Flexibilität. Wer PV-Strom über einen Heizstab in Wärme umwandelt, akzeptiert rechnerisch einen Gesamtverlust, erhält dafür aber ein System, das auch Licht, Geräte und ein Elektroauto versorgen kann. Für die meisten Haushalte mit begrenzter Dachfläche ist PV die flexiblere Wahl, weil ein Verwendungszweck nicht vorab festgelegt werden muss.

Was ist der Unterschied zwischen einer Photovoltaikanlage und einer Solaranlage?

Der Begriff Solaranlage wird im Alltag für beide Technologien verwendet, ist also nicht eindeutig. Genau genommen meint eine Photovoltaikanlage ein System, das Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandelt. Eine Solarthermieanlage hingegen wandelt Sonnenlicht in Wärme um. Beide Systeme nutzen die Sonne als Energiequelle, arbeiten aber auf völlig verschiedenen technischen Wegen. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, der über einen Wechselrichter ins Hausnetz oder das öffentliche Netz eingespeist wird. Eine Solarthermieanlage erzeugt Wärme, die direkt in Speicher oder Heizkreislauf fließt. Wer ein Angebot einholt, sollte immer fragen, um welche der beiden Technologien es sich handelt.

Wie profitieren Fernwärmekunden von Solarthermie und Power-to-Heat?

Fernwärmekunden profitieren indirekt: Je mehr ihre Stadtwerke auf Solarthermie und Power-to-Heat setzen, desto geringer wird der Anteil fossiler Brennstoffe in der Wärmeerzeugung. Das kann langfristig die Abhängigkeit von Erdgaspreisen senken, weil Sonnenenergie keinen Brennstoffeinkauf erfordert. Ob und wie schnell Fernwärmeanbieter diesen Weg gehen, hängt von lokalen Investitionsentscheidungen ab. Hausbesitzer, die selbst keinen Fernwärmeanschluss haben, können die Prinzipien von Solarthermie und Power-to-Heat direkt im eigenen Haus umsetzen. Eine Beratung durch einen Fachbetrieb hilft, die technisch und wirtschaftlich passende Lösung für das jeweilige Gebäude zu finden.

Lässt sich Solarthermie mit einer PV-Anlage kombinieren?

Ja, beides lässt sich auf demselben Dach kombinieren, wenn die Fläche ausreicht. Solarthermie-Kollektoren und PV-Module können nebeneinander montiert werden, sofern Ausrichtung und Neigung passen. In der Praxis konkurrieren beide Systeme jedoch um dieselbe begrenzte Süddachfläche. Viele Planer entscheiden sich deshalb für eine reine PV-Lösung und ergänzen sie um einen Heizstab oder eine Wärmepumpe für die Warmwassererzeugung. Diese Lösung ist in der Regel kostengünstiger in der Installation und wartungsärmer, weil kein zusätzlicher Hydraulikkreislauf für die Solarthermie benötigt wird. Die Entscheidung sollte immer in Abhängigkeit vom konkreten Gebäude und Verbrauchsprofil getroffen werden.

Aus den sozialen Medien

Folgen Sie dem Solar-Team

Praxisbeispiele, Tipps und Einblicke rund um Photovoltaik in Berlin, laufend auf unseren Kanälen.

InstagramTikTokYouTubeFacebookLinkedInXThreadsPinterestBlueskyRedditDeezerApple PodcastsSpotifyAmazon MusicPodigeeRSSAudible
Quellen & weiterführend

Wichtiger Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Förderbedingungen, Preise und Gesetze ändern sich; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der zuständigen Stellen und ein Angebot nach Vor-Ort-Prüfung.

KI

Transparenz-Hinweis (gem. EU AI Act): Der Text dieses Beitrags wurde automatisiert mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und nicht redaktionell geprüft; die Fotos sind echte Projektfotos von solarsorglos, Texteinblendungen im Video sind KI-erstellt. Der Beitrag kann Fehler oder veraltete Angaben enthalten, alle Angaben ohne Gewähr (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information rund um Photovoltaik und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung und kein Angebot nach Vor-Ort-Prüfung. Verantwortlich: Maik Marx, plangenial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.