Technik & Ratgeber

Infrarotheizung und PV: Baukosten gemeinsam senken

Wie die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaik den Investitionsbedarf beim Bauen oder Sanieren spürbar reduzieren kann. Was dahintersteckt, erklärt Ihnen solarsorglos.de.

Infrarotheizung und PV: Baukosten gemeinsam senken

Text KI-erstellt, Fotos echt, Video-Einblendungen KI-erstellt.

Maik Marx
Maik MarxInhaber von solarsorglos.de · plangenial Unternehmensberatung, Berlin

Wer ein Gebäude saniert oder neu baut, steht früh vor der Frage, welches Heizsystem am Ende wirklich passt. Ein in Fachkreisen diskutierter Ansatz kombiniert Infrarotheizung und Photovoltaik: Weil Infrarotheizpaneele ohne wasserführende Installation auskommen, fallen erhebliche Gewerkekosten weg. Dieses Budget lässt sich in Dämmung und eine leistungsstarke PV-Anlage stecken. Was dieser Weg leisten kann und wo seine Grenzen liegen, lesen Sie hier.

Die Debatte über Heizkosten, Energieeffizienz und Baukosten ist in Deutschland seit Jahren lebendig. Besonders bei Sanierungsprojekten, bei denen jeder Euro zweimal umgedreht wird, suchen Bauherren nach Wegen, die Investition zu begrenzen, ohne auf Komfort oder Energieeffizienz zu verzichten. Genau hier setzt die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaik an.

Dass diese Kombination kein Selbstläufer ist, sollte gleich am Anfang klar sein. Die Technik stellt strenge Anforderungen an den Dämmstandard des Gebäudes. Wer die Voraussetzungen aber erfüllt oder schafft, findet in diesem Ansatz einen rechnerisch interessanten Weg, Baukosten zu senken und gleichzeitig von der eigenen Solaranlage zu profitieren.

Auf einen Blick
  • Eine Infrarotheizung kommt ohne Heizkessel, Pufferspeicher und wasserführende Leitungen aus, was die Installationskosten erheblich reduziert.
  • Das funktioniert nur in Gebäuden mit sehr guter Wärmedämmung, weil Infrarotheizungen mehr Strom benötigen als Wärmepumpen.
  • Eine eigene PV-Anlage auf dem Dach kann den Strombedarf der Infrarotheizung tagsüber direkt decken und so den Nettostromkauf verringern.
  • Die eingesparten Installationskosten können in hochwertigere Dämmung und eine leistungsfähige PV-Anlage reinvestiert werden.
  • Für Berlin und Brandenburg empfiehlt sich eine individuelle Planung, die Dachfläche, Dämmstandard und Heizlast gemeinsam bewertet.
Inhalt
  1. 01Was Infrarotheizungen von klassischen Heizsystemen unterscheidet
  2. 02Warum Dämmung die entscheidende Voraussetzung ist
  3. 03Wie die PV-Anlage den Strombedarf der Infrarotheizung deckt
  4. 04Was sich rechnerisch ergibt: ein Blick auf die Investitionsseite
  5. 05Förderung: Was es gibt und worauf Sie achten sollten
  6. 06Grenzen des Konzepts: Wann Infrarot plus PV nicht die richtige Wahl ist
  7. 07Fazit: Infrarotheizung und PV als strategisches Gesamtkonzept
Video aus echten Projektfotos, Texteinblendungen KI-erstellt

01Was Infrarotheizungen von klassischen Heizsystemen unterscheidet

Eine Infrarotheizung funktioniert grundlegend anders als eine Heizungsanlage mit Kessel, Pumpe und Heizkörpern. Statt Luft zu erwärmen, die dann durch Konvektion im Raum zirkuliert, strahlen Infrarotpaneele Wärmestrahlung direkt auf Wände, Böden, Möbel und Personen ab. Diese Flächen speichern die Wärme und geben sie langsam an den Raum ab, ähnlich wie die Sonne, die an einem klaren Wintertag eine Ziegelwand aufheizt.

Für Bauherren bedeutet das vor allem eines: Es entfällt die wassergeführte Installation. Kein Heizkessel, kein Pufferspeicher, keine Verteilerleitungen durch das Gebäude, keine Heizkörper an den Wänden. Statt aufwendiger Gewerkekoordination zwischen Heizungsbauer, Klempner und Elektriker genügt ein Stromanschluss je Paneel.

Das klingt nach einer erheblichen Vereinfachung, und das ist es auch. Laut Informationen der Deutschen Energie-Agentur (dena) können die Installationskosten eines wassergeführten Heizsystems einen signifikanten Anteil an den Gesamtbaukosten ausmachen. Dieser Kostenbrocken ist es, der beim Verzicht auf das konventionelle Heizsystem wegfällt und anderswo eingesetzt werden kann.

Beispielrechnung · Euro

Typische Kostenbestandteile Heizsystem: Wärmepumpe vs. Infrarot (Modellrechnung EFH 130 m²)

Wärmepumpe inkl. Installation
22.000
Infrarot-Paneele inkl. Installation
8.000
Mögliches Reinvestitionsbudget (Differenz)
14.000
PV-Anlage 10 kWp (Kostenspanne Mitte)
21.000
Batteriespeicher 10 kWh (Kostenspanne Mitte)
9.000
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Gleichzeitig ist Ehrlichkeit angebracht: Infrarotheizungen verbrauchen mehr Strom als Wärmepumpen, wenn man die Energiemengen direkt vergleicht. Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom je nach Jahresarbeitszahl drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Ein Infrarotpaneel erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom genau eine Kilowattstunde Wärme.

Dieser physikalische Unterschied ist nicht wegzudiskutieren und sollte in keiner ehrlichen Beratung fehlen. Die Frage ist, ob und wie er durch eingesparte Investitionskosten, bessere Dämmung und selbst erzeugten Solarstrom aufgewogen werden kann. Darauf gibt es keine pauschale Antwort, sondern nur eine projektbezogene.

02Warum Dämmung die entscheidende Voraussetzung ist

Die Crux an Infrarotheizungen ist ihr linearer Wirkungsgrad: Jede Kilowattstunde Wärme, die ein Gebäude verliert, muss durch eine Kilowattstunde Strom ersetzt werden. Bei einem schlecht gedämmten Altbau ist das schlicht unwirtschaftlich. Genau deshalb ist eine sehr gute Wärmedämmung die nicht verhandelbare Grundvoraussetzung für diesen Ansatz.

Die Verbraucherzentrale beschreibt den Zusammenhang klar: Je niedriger der Heizwärmebedarf eines Gebäudes, desto kleiner ist die installierte Heizleistung, die benötigt wird, und desto günstiger ist der Betrieb mit elektrischen Direktheizsystemen. In der Praxis bedeutet das: Wer ohnehin plant, sein Haus auf einen hohen Dämmstandard zu bringen, hat die wichtigste Weiche schon gestellt.

Für Neubauten ist das eine gut planbare Größe. Für Sanierungsvorhaben in Berlin und Brandenburg, wo der Gebäudebestand viele Altbauten aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert umfasst, ist die Dämmertüchtigung oft aufwendiger. Außenwände, Dach und Kellerdecke müssen gemeinsam betrachtet werden, bevor Infrarot sinnvoll eingesetzt werden kann.

„Wer beim Heizsystem spart und das Geld in Dämmung und Solar steckt, baut nicht billiger, sondern klüger.“Maik Marx, solarsorglos.de

Wer Sanierung und Gebäudedämmung gemeinsam plant, sollte die Wechselwirkungen zwischen den Gewerken früh verstehen. Dazu empfiehlt sich ein Blick auf den Artikel Solaranlage und Gebäudedämmung: Was Berliner Hauseigentümer wirklich zusammen planen sollten, der diese Zusammenhänge für Berliner Objekte konkret beleuchtet.

Erst wenn der Heizwärmebedarf sehr niedrig ist, kippt das Verhältnis. Das Gebäude braucht so wenig Wärme, dass der höhere Strombedarf der Infrarotheizung gegenüber einer Wärmepumpe in absoluten Zahlen gering bleibt. Und genau dann kann eine PV-Anlage auf dem Dach einen erheblichen Teil dieses Strombedarfs selbst decken.

Das Zusammenspiel zwischen Dämmqualität, Heizlast und Solarstrom ist der Kern dieses Konzepts. Es ist kein einfaches Rezept, sondern ein durchgerechnetes Gleichgewicht, das von Objekt zu Objekt unterschiedlich aussieht.

03Wie die PV-Anlage den Strombedarf der Infrarotheizung deckt

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert Strom immer dann, wenn die Sonne scheint, also vor allem tagsüber. Infrarotheizungen werden dagegen vor allem morgens und abends sowie an kalten Tagen benötigt. Diese zeitliche Verschiebung ist das wichtigste planerische Problem, das es zu lösen gilt.

Der Schlüssel liegt in zwei Elementen: einem Batteriespeicher und einer intelligenten Steuerung. Der Speicher nimmt den überschüssigen Solarstrom aus der Mittagszeit auf und gibt ihn abends und morgens an die Heizpaneele ab. Wie viel ein gut dimensionierter Speicher dabei leisten kann, beschreibt unser Artikel Grünstrom-Speicher: Was 15 MWh für Ihr Zuhause bedeuten anschaulich.

Im Sommer ist der solare Eigenverbrauch kein Problem: Die Anlage produziert viel, der Heizbedarf ist minimal, und der überschüssige Strom kann eingespeist oder für andere Verbraucher genutzt werden. Im Winter kehrt sich das Bild um: Die Sonne scheint weniger, die Heizlast steigt, und die PV-Anlage allein reicht nicht mehr aus.

Beispielrechnung · kWh pro m² und Jahr

Heizwärmebedarf nach Gebäudetyp (laut Fraunhofer ISE, Richtwerte)

1Unsanierter Altbau (ca. 1950er)
180
2Teilsanierter Bestand
100
3Neubau nach GEG-Mindeststandard
55
4KfW-Effizienzhaus 40
30
5Passivhaus-Standard
15
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Hier kommt die Dimensionierung ins Spiel. Eine PV-Anlage, die im Jahresmittel einen großen Teil des Heizstroms deckt, muss entsprechend größer ausgelegt sein als eine Anlage, die nur den Haushaltsstrom optimiert. Wer die genauen Zahlen für sein Berliner Dach wissen möchte, kann dafür den Solarrechner nutzen.

Das Fraunhofer ISE hat in verschiedenen Studien gezeigt, dass der solare Eigenverbrauchsanteil mit steigender Anlagengröße und Speicherkapazität wächst, aber nicht unbegrenzt: Ab einem bestimmten Punkt bringt eine weitere Vergrößerung immer weniger zusätzlichen Eigenverbrauch. Diese Grenze zu finden ist Aufgabe der individuellen Planung.

Ein Energiemanager kann helfen, den erzeugten Solarstrom intelligent zu priorisieren: Zuerst der direkte Eigenverbrauch, dann der Batteriespeicher, dann die Infrarotheizung, dann die Einspeisung. Wie diese Priorisierung technisch funktioniert, erklärt der Artikel Energiemanager: Wer bekommt den Strom zuerst?.

04Was sich rechnerisch ergibt: ein Blick auf die Investitionsseite

Dieser Abschnitt enthält eine Beispielrechnung mit angenommenen, runden Werten. Sie dient der Veranschaulichung und ersetzt keine individuelle Planung. Die tatsächlichen Zahlen hängen vom konkreten Objekt, dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Beauftragung und dem gewählten System ab.

Angenommen, ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche wird auf einen sehr guten Dämmstandard gebracht. Ein konventionelles Heizsystem mit Wärmepumpe, wassergeführter Verteilung und Fußbodenheizung kostet in dieser Größe erfahrungsgemäß ab 20.000 Euro. Eine Infrarotlösung mit Paneelen in jedem Raum und der dazugehörigen Steuerung ist ab etwa 6.000 bis 10.000 Euro realisierbar.

Die Differenz von grob 10.000 bis 15.000 Euro kann in eine leistungsstärkere PV-Anlage mit Batteriespeicher fließen. Eine Anlage mit 10 kWp und einem Speicher mit 10 kWh kostet je nach Ausstattung ab etwa 18.000 bis 24.000 Euro. Mit der Umschichtung aus dem Heizungsbudget ist ein erheblicher Teil davon finanzierbar, ohne das Gesamtbudget zu sprengen.

Infrarotheizung und PV: Baukosten gemeinsam senken, solarsorglos.de
Foto: solarsorglos, Abbildung ähnlich

Zusätzlich entfallen Ausgaben für Schornsteinfeger, Wartungsverträge für den Heizkessel und den regelmäßigen Hydraulikabgleich. Die Betriebskosten einer Infrarotlösung beschränken sich im Wesentlichen auf den Stromverbrauch und gelegentliche Reinigung der Paneele. Was laufend bei einer Solaranlage anfällt, erklärt der Artikel Betriebskosten Solaranlage: Was wirklich laufend anfällt. Wer Fragen zur Finanzierung eines solchen Gesamtprojekts hat, also PV-Anlage, Speicher und Sanierungsmaßnahmen gemeinsam zu stemmen, findet bei finanzpost.de hilfreiche Hintergrundartikel zu Finanzierungsoptionen und Fördermöglichkeiten im Kontext energetischer Sanierung.

Wer Fragen zur Finanzierung eines solchen Gesamtprojekts hat, also PV-Anlage, Speicher und Sanierungsmaßnahmen gemeinsam zu stemmen, findet bei finanzpost.de hilfreiche Hintergrundartikel zu Finanzierungsoptionen und Fördermöglichkeiten im Kontext energetischer Sanierung.

Ob sich das Gesamtpaket im konkreten Fall rechnet, lässt sich nur mit einem vollständigen Vergleich beurteilen: Investition, laufende Kosten, voraussichtliche Stromerzeugung, Strompreisentwicklung und mögliche Förderungen. Das ist ehrliche Planungsarbeit, keine schnelle Zahl.

05Förderung: Was es gibt und worauf Sie achten sollten

Sowohl die PV-Anlage als auch Dämmmaßnahmen können grundsätzlich gefördert werden. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, umfasst verschiedene Bausteine für Sanierungsmaßnahmen und Neubauten. Zuständig für Umsetzung und Antragstellung sind in der Regel KfW und BAFA. Welche Konditionen aktuell gelten, sollten Sie direkt bei den Förderstellen erfragen, da sich Förderprogramme ändern können.

Infrarotheizungen selbst fallen in der Förderkulisse häufig in eine Grauzone: Sie gelten nicht als erneuerbare Wärmequelle im Sinne der Wärmepumpenförderung, können aber als Bestandteil eines Gesamtsanierungskonzepts relevant sein. Ob und wie sie im Einzelfall anerkannt werden, sollten Sie mit dem jeweiligen Förderprogramm klären, bevor Sie sich festlegen.

Für die PV-Anlage selbst gilt die Pflicht zur Anmeldung im Marktstammdatenregister. Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz greift für überschüssigen Strom, der ins Netz eingespeist wird. Den aktuellen Vergütungssatz gibt die Bundesnetzagentur bekannt.

Beispielrechnung · Prozent

Anteil Eigenverbrauch an PV-Erzeugung nach Speichergröße (Modellrechnung)

28 %
Ohne Speicher
52 %
Speicher 5 kWh
68 %
Speicher 10 kWh
75 %
Speicher 15 kWh
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

In Berlin gibt es ergänzend Landesprogramme, etwa über die Investitionsbank Berlin (IBB). Ob und in welchem Umfang diese auf Ihren Fall zutreffen, sollten Sie aktuell prüfen. Der Artikel Solaranlage und Grundsteuer, KfW, BAFA: Welche Förderung passt wirklich zu Ihnen? gibt einen guten Überblick über die Berliner Förderlandschaft.

Fördermittel und PV-Anlage sollten zeitlich aufeinander abgestimmt werden: Wer zuerst bestellt und dann Förderung beantragt, verliert unter Umständen den Anspruch. Die Reihenfolge ist entscheidend. Sprechen Sie das im Planungsgespräch offen an, damit keine Fristen gerissen werden.

06Grenzen des Konzepts: Wann Infrarot plus PV nicht die richtige Wahl ist

So klar die Vorteile in gut gedämmten Gebäuden sind, so deutlich sind die Grenzen des Konzepts. In einem unsanierten Altbau mit hohem Transmissionswärmeverlust würde der Strombedarf einer Infrarotheizung in unwirtschaftliche Höhen steigen. Ohne vorherige umfassende Dämmertüchtigung ist dieser Ansatz schlicht nicht sinnvoll.

Auch große Gebäude mit vielen Zimmern und hoher Grundfläche stoßen an Grenzen. Je mehr Paneele benötigt werden, desto größer muss die PV-Anlage sein, um einen nennenswerten Eigenverbrauchsanteil zu erreichen. Gleichzeitig ist die verfügbare Dachfläche oft begrenzt. Hier kann die Wärmepumpe ihre Stärken besser ausspielen, weil sie trotz kleinerer PV-Anlage weniger Strom zum Heizen braucht.

Für Mehrfamilienhäuser in Berlin, bei denen verschiedene Eigentümer beteiligt sind oder Mietrecht eine Rolle spielt, erhöht sich die Komplexität erheblich. Die Frage, wer welche Anlage betreibt und wie der erzeugte Strom verteilt wird, ist rechtlich und organisatorisch anspruchsvoll. Der Artikel Photovoltaik und Mehrfamilienhaus: Was Berliner Eigentümer wirklich beachten müssen gibt einen Einstieg in diese Thematik.

Beispielrechnung · Euro pro Jahr

Betriebskosten im Vergleich: Klassische Heizung vs. Infrarot plus PV (Modellrechnung jährlich)

2.400
Gas-Heizung inkl. Wartung
vs.
1.400
Wärmepumpe inkl. Strom
vs.
2.200
Infrarot ohne PV
vs.
1.100
Infrarot mit PV (50 % Eigenversorgung)
Beispielrechnung mit angenommenen Werten · KI-erstellt, ungeprüft

Wer in der Region Berlin und Brandenburg ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, steht vor zusätzlichen Hürden: Dämmmaßnahmen an der Fassade sind oft eingeschränkt, und die Möglichkeiten zur PV-Montage am Dach können behördlich begrenzt sein. In solchen Fällen ist eine individuelle Abstimmung mit den zuständigen Behörden unverzichtbar, bevor ein Konzept entwickelt wird. Das Team von montageteam-marx.de bringt hier Erfahrung aus Berliner Sanierungs- und Neubauprojekten mit. Wer überlegt, das Smart-Home-System zur Steuerung von Heizpaneelen und Speicher zu nutzen, findet bei liasmart.de Informationen zu intelligenten Steuerungslösungen für Wohngebäude.

Schließlich sollte niemand den planerischen Aufwand unterschätzen. Die Kombination aus Infrarotheizung, PV-Anlage, Batteriespeicher und Steuerungssystem ist kein einfaches Plug-and-play-System. Wer die Gewerke nicht sauber koordiniert, riskiert, dass das Gesamtsystem nicht so funktioniert, wie es auf dem Papier versprochen wurde. Gute Handwerker und eine vorausschauende Planung sind die Voraussetzung. Das Team von montageteam-marx.de bringt hier Erfahrung aus Berliner Sanierungs- und Neubauprojekten mit.

Die ehrliche Schlussfolgerung lautet: Infrarot plus PV ist kein Allheilmittel, aber in einem eng definierten Anwendungsbereich eine rechnerisch starke Kombination. Dieser Bereich ist gut gedämmte Neubauten und vollsanierte Bestandsgebäude mit kleiner bis mittlerer Wohnfläche.

Das Wichtigste auf einen Blick: Infrarotheizung plus PV

Infrarotheizungen sparen Installationskosten, weil keine wassergeführten Leitungen nötig sind. Das frei werdende Budget kann in Dämmung und eine größere PV-Anlage fließen. Voraussetzung ist immer ein sehr niedriger Heizwärmebedarf des Gebäudes. Ein Batteriespeicher und eine intelligente Steuerung helfen, den Solarstrom bedarfsgerecht zu nutzen. Für Altbauten ohne umfassende Vorarbeit bei der Dämmung ist dieses Konzept nicht geeignet.

07Fazit: Infrarotheizung und PV als strategisches Gesamtkonzept

Die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaik ist kein Trend, sondern ein durchdachtes Systemkonzept, das unter den richtigen Bedingungen echte Vorteile bietet. Der Kern des Gedankens ist simpel: Wer auf die wassergeführte Heizinstallation verzichtet, spart Baukosten, die er in bessere Dämmung und eine leistungsfähige PV-Anlage investieren kann.

Das Ergebnis kann ein Gebäude sein, das wenig Energie braucht, einen großen Teil davon selbst erzeugt und bei den Baukosten trotzdem im Rahmen bleibt. Für sehr gut gedämmte Neubauten und Vollsanierungen ist das keine Utopie, sondern eine planbare Realität. Laut Informationen der Verbraucherzentrale zu erneuerbaren Energien wächst das Interesse an solchen Systemkombinationen spürbar.

Für Berlin und Brandenburg gilt: Die Dachflächen sind vorhanden, die Förderkulisse ist nutzbar, und der Fachbetrieb vor Ort kann die Gewerke koordinieren. Was fehlt, ist oft nur die ganzheitliche Planung, die Dämmstandard, Heizkonzept und PV-Anlage gemeinsam denkt. Genau das ist der Ausgangspunkt für ein gutes Gespräch.

Infrarotheizung und PV: Baukosten gemeinsam senken, solarsorglos.de
Foto: solarsorglos, Abbildung ähnlich

Wer das Zusammenspiel von Speicher und weiteren Verbrauchern wie einer Wallbox im Blick hat, sollte zusätzlich den Artikel Speicher & Wallbox perfekt kombinieren: Wie Sie das Beste aus Ihrer PV-Anlage herausholen lesen. Und wer überlegt, das Smart-Home-System zur Steuerung von Heizpaneelen und Speicher zu nutzen, findet bei liasmart.de Informationen zu intelligenten Steuerungslösungen für Wohngebäude.

Der Artikel Solaranlage und Haustechnik: Was wirklich zusammenpasst fasst schließlich zusammen, wie PV-Anlage, Heizung, Speicher und Haussteuerung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Das ist die breitere Perspektive, die jedes Bauprojekt braucht.

Wer gut plant, spart doppelt: einmal bei den Baukosten und einmal beim laufenden Energiebezug. Das ist der eigentliche Charme dieses Konzepts, und er entfaltet sich nur, wenn alle Teile sorgfältig zusammenpassen.

Maik Marx
Meine Meinung

Ein persönliches Wort von Maik Marx

Ich höre diese Frage immer öfter: Kann ich mir das Heizsystem sparen und das Geld in Solar stecken? Die ehrliche Antwort ist: Manchmal ja, aber nur wenn die Dämmung wirklich stimmt. Ich finde es gut, dass dieser Ansatz endlich offener diskutiert wird, denn er macht in bestimmten Situationen tatsächlich Sinn. Was mich dabei antreibt, ist der Wunsch, Ihnen eine wirklich ehrliche Einschätzung zu geben, nicht eine, die nur gut klingt. Kein Konzept passt auf jedes Haus, und das sage ich Ihnen auch direkt ins Gesicht, wenn ich mir Ihr Dach ansehe. Was ich Ihnen verspreche, ist: Wir rechnen es durch, gemeinsam, Zeile für Zeile. Wenn es passt, stehen wir gern für die Umsetzung bereit. Wenn es nicht passt, sagen wir Ihnen das, bevor Sie unterschreiben.

Unterschrift Maik Marx
Maik Marx · Inhaber von solarsorglos.de · plangenial Unternehmensberatung, Berlinmaikmarx.deplangenial.de

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Infrarotheizung allgemein als Hauptheizsystem anerkannt?

Eine Infrarotheizung kann als alleiniges Heizsystem betrieben werden, wenn der Heizwärmebedarf des Gebäudes sehr gering ist. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht Vorgaben dazu, wie viel Wärme ein Gebäude verlieren darf und welchen Anteil erneuerbare Energien abdecken müssen. Ob eine Infrarotheizung im konkreten Fall alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt, sollte im Rahmen der Energieberatung geprüft werden. Auf die Anforderungen des GEG können Sie direkt bei Gesetze im Internet nachlesen.

Wie groß muss die PV-Anlage sein, um eine Infrarotheizung sinnvoll zu versorgen?

Das hängt vom Heizwärmebedarf des Gebäudes, der verfügbaren Dachfläche und dem gewünschten Eigenverbrauchsanteil ab. Als grobe Orientierung gilt: Je niedriger der Heizwärmebedarf, desto besser kann eine mittelgroße PV-Anlage von 8 bis 12 kWp den Jahresstrombedarf der Heizung abdecken. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich, weil er den Solarstrom aus der Mittagszeit auf die Abend- und Morgenstunden verschiebt. Eine individuelle Berechnung ist unverzichtbar, bevor Sie eine konkrete Anlagengröße festlegen.

Gibt es Förderung für Infrarotheizungen in Kombination mit PV?

Infrarotheizungen werden nicht als erneuerbare Wärmequelle im Sinne der Wärmepumpenförderung gefördert. Dagegen können PV-Anlage und Dämmmaßnahmen über KfW und BAFA im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt werden. Welche Konditionen zum Zeitpunkt Ihres Projekts gelten, erfragen Sie direkt bei KfW und BAFA, da sich Förderbedingungen regelmäßig ändern. In Berlin gibt es ergänzend Landesprogramme über die IBB.

Sind Infrarotheizungen im Berliner Altbau sinnvoll?

In einem typischen unsanierten Berliner Altbau mit hohem Heizwärmebedarf ist eine Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem nicht wirtschaftlich. Der Strombedarf wäre zu hoch, um ihn auch mit einer großzügig dimensionierten PV-Anlage sinnvoll abzudecken. Erst nach einer umfassenden Sanierung von Außenwänden, Dach und Kellerdecke, die den Heizwärmebedarf erheblich reduziert, wird das Konzept interessant. Wer einen Altbau saniert, sollte Infrarot als Option prüfen, aber realistisch mit den anderen Heizsystemen vergleichen.

Was kostet der Betrieb einer Infrarotheizung mit PV im Vergleich zu einer Wärmepumpe?

Eine pauschale Aussage ist hier nicht möglich, weil die Betriebskosten vom Strompreis, dem Selbstversorgungsanteil und dem Heizwärmebedarf abhängen. Eine Wärmepumpe nutzt Strom effizienter, braucht aber mehr Investition. Eine Infrarotheizung mit gut dimensionierter PV-Anlage kann einen erheblichen Teil des Heizstroms selbst erzeugen und so die laufenden Kosten senken. Welche Variante im Einzelfall günstiger ist, lässt sich nur durch eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung unter Einbezug aller Komponenten ermitteln.

Kann ich eine Infrarotheizung mit einem Smart-Home-System steuern?

Ja, das ist einer der praktischen Vorteile von Infrarotheizungen. Weil jedes Paneel einen eigenen Stromanschluss hat, lässt es sich einzeln über smarte Steckdosen, Raumthermostate oder ein zentrales Energiemanagementsystem regeln. Damit kann der Eigenverbrauchsanteil der PV-Anlage gezielt erhöht werden, indem die Paneele bevorzugt dann laufen, wenn die Anlage gerade viel Solarstrom erzeugt. Moderne Steuerungen können diese Priorisierung automatisch übernehmen.

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Quellen & weiterführend

Wichtiger Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Förderbedingungen, Preise und Gesetze ändern sich; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der zuständigen Stellen und ein Angebot nach Vor-Ort-Prüfung.

KI

Transparenz-Hinweis (gem. EU AI Act): Der Text dieses Beitrags wurde automatisiert mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und nicht redaktionell geprüft; die Fotos sind echte Projektfotos von solarsorglos, Texteinblendungen im Video sind KI-erstellt. Der Beitrag kann Fehler oder veraltete Angaben enthalten, alle Angaben ohne Gewähr (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information rund um Photovoltaik und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung und kein Angebot nach Vor-Ort-Prüfung. Verantwortlich: Maik Marx, plangenial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.