Förderung für Solaranlagen in Berlin: Mehr Möglichkeiten, als viele ahnen
Wer in Berlin eine Solaranlage plant, denkt meist zuerst an Einspeisevergütung und Amortisation. Dass es daneben eine ganze Reihe von Förderprogrammen gibt – Zuschüsse, zinsgünstige Kredite, Tilgungszuschüsse – wissen viele Hauseigentümer nicht. Und das kostet sie bares Geld. Als Solar-Fachbetrieb erlebe ich das regelmäßig: Kunden kommen zur Beratung, haben bereits ein Angebot eingeholt, und niemand hat sie auf die verfügbaren Fördermittel hingewiesen.
Dabei ist die Förderlandschaft 2020 für Berliner Hauseigentümer durchaus attraktiv – wenn man weiß, wo man schauen muss und was die Bedingungen sind. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Programme konkret relevant sind, was sie leisten, und worauf Sie beim Antrag achten sollten.
KfW-Förderung: Der klassische Einstieg für Solaranlagen
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist für die meisten Berliner Hauseigentümer die erste Adresse, wenn es um die Finanzierung einer Photovoltaikanlage geht. Das KfW-Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard" bietet zinsgünstige Darlehen für Stromerzeugungsanlagen, also auch für Photovoltaik auf dem eigenen Dach.
Was das Programm konkret bietet:
- Darlehen ab sehr günstigen Zinssätzen – je nach Laufzeit und Bonität deutlich unter dem Marktniveau
- Finanzierung von bis zu 100 Prozent der Investitionskosten möglich
- Laufzeiten zwischen 5 und 20 Jahren wählbar
- Tilgungsfreie Anlaufjahre auf Wunsch
Wichtig: Den KfW-Kredit beantragen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank. Das ist ein Punkt, den viele Eigentümer unterschätzen – der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Wer bereits mit dem Fachbetrieb einen Vertrag unterschrieben hat, ist manchmal schon zu spät dran. Deshalb empfehle ich: Klären Sie die Förderung, bevor Sie unterschreiben.
KfW-Förderanträge müssen grundsätzlich gestellt werden, bevor Sie mit dem Installationsbetrieb einen verbindlichen Vertrag abschließen. Wer diesen Schritt verpasst, verliert den Förderanspruch. Sprechen Sie deshalb zuerst mit Ihrer Bank – und dann mit uns.

Berliner Förderbank IBB: Zuschüsse speziell für die Hauptstadt
Neben der KfW gibt es auf Landesebene die Investitionsbank Berlin (IBB), die eigene Förderprogramme für Berliner Hauseigentümer auflegt. Das für Solaranlagen relevanteste Programm ist das „Berlin Solar"-Programm – ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.
Das Berliner Solarförderprogramm richtet sich an Eigentümer selbst genutzter Wohngebäude in Berlin. Es bezuschusst die Installation von Photovoltaikanlagen und in der Regel auch die Kombination mit einem Stromspeicher. Die genauen Konditionen und Fördersätze werden von der Senatsverwaltung festgelegt und können sich von Jahr zu Jahr ändern – prüfen Sie deshalb stets den aktuellen Stand direkt auf den Seiten der IBB oder fragen Sie bei uns nach.
Was das Programm grundsätzlich kennzeichnet:
- Nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss
- Kombinierbar mit KfW-Krediten
- Antragstellung über die IBB, nicht über den Fachbetrieb
- Auch hier gilt: Antrag vor Beauftragung des Installateurs
Für Brandenburg gelten abweichende Regelungen. Brandenburgische Hauseigentümer sollten sich an die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wenden, die eigene Programme für erneuerbare Energien im ländlichen und städtischen Bereich führt.
Was Solaranlagen mit Speicher zusätzlich bringen können
Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich – und er kann in manchen Förderprogrammen als eigener Fördertatbestand anerkannt werden. Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher ist 2020 in Berlin besonders interessant, weil:
- der Berliner Zuschuss über die IBB häufig auch Speicher einschließt
- der KfW-270-Kredit ebenfalls Speicher fördert, wenn sie zusammen mit der Anlage installiert werden
- der Eigenverbrauch mit Speicher die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage verbessert
Wer einen Speicher separat nachrüsten möchte, sollte prüfen, ob er noch in ein laufendes Förderprogramm eingebunden werden kann – das ist nicht immer selbstverständlich und hängt vom jeweiligen Programm ab.
Photovoltaik plus Speicher lässt sich in der Regel aus einer Hand fördern – sowohl bei der KfW als auch über die IBB Berlin. Wer beide Komponenten gemeinsam beantragt, spart Verwaltungsaufwand und erhöht die Fördersumme. Lassen Sie sich dazu in einem persönlichen Gespräch beraten: Beratung buchen.
Fördermittel im Überblick: Was passt zu welchem Vorhaben?
| Programm | Art der Förderung | Zuständig | Kombinierbar |
|---|---|---|---|
| KfW 270 | Zinsgünstiger Kredit | Hausbank / KfW | Ja, mit IBB-Zuschuss |
| Berlin Solar (IBB) | Nicht rückzahlbarer Zuschuss | IBB Berlin | Ja, mit KfW 270 |
| ILB Brandenburg | Je nach Programm Kredit oder Zuschuss | ILB Brandenburg | Je nach Programm |
| Einspeisevergütung (EEG) | Vergütung für eingespeisten Strom | Netzbetreiber | Ja, immer |
Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist zwar keine klassische Förderung im Sinne eines Zuschusses, gehört aber zum Gesamtbild der wirtschaftlichen Berechnung. Für 2020 liegen die Vergütungssätze je nach Anlagengröße und Inbetriebnahmedatum auf einem bestimmten Niveau – mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zur Solaranlage in Berlin.
Häufige Fehler bei der Antragstellung – und wie Sie sie vermeiden
In meiner täglichen Arbeit als Fachbetrieb sehe ich immer wieder dieselben Stolpersteine:
- Zu spät angefangen: Der häufigste Fehler ist, dass Eigentümer erst nach der Auftragserteilung an die Förderung denken. Dann ist es für viele Programme zu spät.
- Falsche Bank gewählt: Nicht jede Hausbank leitet KfW-Anträge gleich gut weiter. Manche sind weniger erfahren mit diesen Produkten. Es lohnt sich, gezielt nachzufragen.
- Nur ein Programm geprüft: KfW und IBB lassen sich kombinieren. Wer nur einen Kredit beantragt, lässt unter Umständen einen Zuschuss liegen.
- Fehlende Unterlagen: Förderanträge brauchen in der Regel technische Unterlagen, Angebote des Fachbetriebs und Nachweise über das Gebäude. Klären Sie früh, was benötigt wird.
- Speicher vergessen: Wer die Anlage plant, aber den Speicher zunächst weglässt, verliert möglicherweise die Chance auf eine kombinierte Förderung.
Ein Blick auf unseren Solarrechner hilft Ihnen, den wirtschaftlichen Rahmen Ihres Vorhabens einzuschätzen – bevor Sie Förderanträge stellen. Und auf unserer Seite So funktioniert es erklären wir den Ablauf von der Planung bis zur Inbetriebnahme Schritt für Schritt.
Was bleibt: Förderung ist kein Selbstläufer – aber sie lohnt sich
Ich sage meinen Kunden immer: Förderung ist kein Automatismus. Sie müssen aktiv werden, Anträge stellen, Fristen beachten und Unterlagen einreichen. Das kostet Zeit. Aber für eine Solaranlage ab – je nach Größe – mehreren tausend Euro Investition kann die Kombination aus KfW-Kredit und Berliner Zuschuss die monatliche Belastung spürbar senken und die Amortisationszeit verkürzen.
Wer sich den Aufwand nicht alleine antun möchte, kann auf uns zählen: Als Berliner Fachbetrieb kennen wir die lokalen Gegebenheiten, arbeiten regelmäßig mit Kunden an der Fördermittelplanung und wissen, welche Unterlagen die jeweiligen Stellen wirklich brauchen. Die eigentliche Antragstellung liegt bei Ihnen – aber wir stehen daneben. Schauen Sie sich unsere Pakete an, um einen ersten Überblick über Anlagengrößen und Leistungsumfang zu bekommen.
Kann ich KfW-Kredit und Berliner Zuschuss gleichzeitig beantragen?
Ja, in der Regel lassen sich KfW 270 und das Berliner Solarförderprogramm der IBB miteinander kombinieren. Beide Programme schließen sich nicht aus. Wichtig ist, dass Sie beide Anträge stellen, bevor Sie den Installationsvertrag unterschreiben. Sprechen Sie sowohl Ihre Hausbank als auch die IBB frühzeitig an.
Gilt die Förderung auch für Speicher, wenn ich den erst später nachrüste?
Das hängt vom jeweiligen Programm ab. Grundsätzlich ist die Förderwahrscheinlichkeit höher, wenn Anlage und Speicher gemeinsam geplant und beantragt werden. Nachträgliche Nachrüstungen können in manchen Programmen separat gefördert werden – das sollten Sie aber im Vorfeld klären, nicht im Nachhinein.
Was passiert, wenn ich die Förderung beantrage und die Anlage sich verzögert?
Förderprogramme enthalten in der Regel Fristen für die Umsetzung. Wenn sich Ihr Projekt aus technischen oder planerischen Gründen verzögert, informieren Sie die zuständige Stelle frühzeitig. In vielen Fällen sind Fristverlängerungen möglich – aber nur, wenn Sie aktiv nachfragen und nicht einfach abwarten.
Lohnt sich Solar auf Ihrem Dach?
In einem kostenfreien Gespräch rechnen wir Ihre Ersparnis konkret durch – unverbindlich, ohne Verkaufsdruck, vom Berliner Solarprofi Maik Marx.
Kostenfreie Beratung buchen



