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Cover Folge 45: Solarenergie für Supermärkte - Dein Einkauf wird zum Kraftwerk
Folge 45 12. Juni 2026 7 Kapitel

Solarenergie für Supermärkte - Dein Einkauf wird zum Kraftwerk

Warum dein Wocheneinkauf bald in einem echten Sonnenkraftwerk stattfindet – und der Markt nebenan damit ein Vermögen spart.

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#45 Solarenergie für Supermärkte - Dein Einkauf wird zum Kraftwerk

Solarsorglos – Der Solar Podcast

Solarenergie für Supermärkte: Warum dein Einkauf zum Kraftwerk wird

Du gehst wahrscheinlich mehrmals pro Woche in den Supermarkt – für Milch, Brot und das, was sonst noch auf dem Zettel steht. Was den wenigsten dabei bewusst ist: Dieser Ort um die Ecke ist einer der größten Energieverbraucher in deiner Nachbarschaft und gleichzeitig eines der größten ungenutzten Solarkraftwerke des Landes. In dieser Folge des Solarsorglos-Podcasts nimmt dich Maik Marx mit hinter die Kulissen und zeigt, warum sich Solar auf dem Supermarktdach wirtschaftlich fast von selbst rechnet.

Der schlafende Riese: Wohin der Strom im Supermarkt fließt

Ein mittelgroßer Supermarkt mit rund 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche verbraucht zwischen 400.000 und 600.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – so viel wie etwa 150 Einfamilienhäuser. Der mit Abstand größte Posten ist die Kältetechnik, dazu kommen Beleuchtung, Backöfen, Klimaanlagen und automatische Türen. Unterm Strich entsteht eine enorme, konstante Grundlast – und eine Stromrechnung, die schnell sechsstellig wird. Wie groß die Anlage für deinen Betrieb sein müsste, zeigt dir in zwei Minuten unser kostenloser Solarrechner.

Energie-Hub in der Praxis: E-Ladesäule mit Solarstrom vom eigenen Dach

Die magische Übereinstimmung von Sonne und Verbrauch

Maik nennt es eine fast magische Übereinstimmung: Die Erzeugungskurve einer Solaranlage und die Verbrauchskurve eines Supermarktes passen aufeinander wie Topf und Deckel. Der Verbrauch ist tagsüber am höchsten, wenn die Türen offen sind und die Kunden ständig die Kühltheken öffnen – und genau dann liefert die Photovoltaikanlage auf dem Dach ihren Strom direkt dorthin, wo er gebraucht wird. An heißen Sommertagen wirkt die gekühlte Ware sogar wie ein thermischer Speicher und maximiert den Eigenverbrauch ganz ohne zusätzliche Batterie.

Solaranlage auf einem Supermarktdach – das Solarsorglos-Team vor dem Markt

Vom Stromfresser zum Energie-Hub

Die riesigen, flachen Supermarktdächer bieten Platz für Anlagen mit 200, 300 oder mehr Kilowatt-Peak. Den Überschuss speist man nicht für wenig Geld ins Netz, sondern wird zum aktiven Energie-Hub: E-Ladesäulen auf dem Kundenparkplatz, die eigene E-Lieferflotte und ein Batteriespeicher machen aus dem reinen Warenverkäufer einen Energiedienstleister. Passende Solar-Komplettpakete gibt es bei Solarsorglos für jede Betriebsgröße – fachgerecht installiert von unserem Handwerksbetrieb Montageteam Marx.

Gewerbe-PV in der Praxis: Bau einer 350-kWp-Dachanlage

Das Rechenbeispiel: 45.000 Euro Ersparnis pro Jahr

Nehmen wir einen Markt mit 500.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Auf das Dach passt locker eine 200-kWp-Anlage für rund 200.000 Euro, die jährlich etwa 180.000 Kilowattstunden erzeugt. Dank des perfekten Lastprofils verbraucht der Markt davon 80 bis 90 Prozent direkt selbst – bei 30 Cent Strompreis sind das allein 45.000 Euro Ersparnis pro Jahr, Amortisation in vier bis fünf Jahren. Wie stark der Gewerbe-Solarmarkt gerade wächst, zeigen die aktuellen Zahlen des Bundesverbands Solarwirtschaft.

E-Ladesäule auf einem Supermarktparkplatz mit Solarstrom vom Dach

Ohne eigenes Kapital: Das Pacht- und PPA-Modell

Nicht jede Kette will hunderte Anlagen selbst bauen. Mit dem Pacht- beziehungsweise PPA-Modell von Solarsorglos stellst du nur dein Dach zur Verfügung, ein Partner plant, baut, finanziert und betreibt die Anlage – und du sicherst dir über einen langfristigen Stromliefervertrag einen günstigen, festen Strompreis. Jede neue Anlage wird im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet, und unabhängige Tipps zur Technik gibt der Photovoltaik-Ratgeber der Verbraucherzentrale.

Nachhaltigkeit als echter Wettbewerbsvorteil

Der wirtschaftliche Vorteil ist das eine, das Image das andere. Ein Supermarkt, der sein Dach mit Solarmodulen belegt und E-Ladesäulen anbietet, sendet eine klare Botschaft: Wir übernehmen Verantwortung. Das schafft eine emotionale Bindung, die weit über den reinen Preiswettbewerb hinausgeht – ein echtes Differenzierungsmerkmal.

Fazit: Der Einkauf der Zukunft entscheidet sich auf dem Dach

Solarenergie für Supermärkte ist eine der wirtschaftlichsten Anwendungen im Gewerbe überhaupt – hohe Last, perfektes Lastprofil, riesige Dachflächen und ein klarer Return on Investment. Hör dir die ganze Folge an und melde dich für eine kostenlose Erstberatung. Solarsorglos gehört übrigens zu den Projekten von Maik Marx, der mit plangenial auch in der Gründungs- und Karriereberatung und mit First Networks im Webdesign und Hosting aktiv ist.

Komplettes Transkript lesen

Grüß euch, liebe Sonnenanbeter und Schnäppchenjäger, und willkommen zu einer neuen Folge des Solarsorglos-Podcasts.

Heute gehen wir einkaufen – aber nicht nach Milch und Brot, sondern nach Energie.

Wir leuchten in die Gänge und auf die Dächer unserer Supermärkte und entdecken, wie diese Orte zu Kraftwerken der Zukunft werden.

Es geht um Solarenergie für Supermärkte.

Ich freue mich, dass unser Chef-Stratege Maik Marx wieder mit im Einkaufswagen sitzt.

Grüß dich Solaria, grüß euch alle da draußen.

Ja, das Bild passt perfekt.

Denn Supermärkte sind nicht nur Orte des Konsums, sie sind gigantische Energieverbraucher.

Und genau deshalb sind sie auch einer der spannendsten und wirtschaftlichsten Orte für die Energiewende.

Wir reden hier über einen schlafenden Riesen, der gerade erwacht und das Potenzial hat, die Energieversorgung unserer Städte mitzugestalten.

Schlafender Riese, das gefällt mir.

Die meisten von uns rennen ja nur schnell durch die Gänge.

Mach uns doch mal bewusst, wo in so einem Supermarkt die ganze Energie eigentlich hinfließt.

Gerne.

Ein Supermarkt ist eine Energiesenke, die man sich kaum vorstellen kann.

Der mit Abstand größte Fresser ist die Kältetechnik.

Hunderte Meter an Kühl- und Tiefkühltheken müssen rund um die Uhr auf exakter Temperatur gehalten werden.

Das ist eine enorme, konstante Last.

Dann haben wir die Beleuchtung.

Tausende Quadratmeter Verkaufsfläche, die von morgens bis abends hell erleuchtet sein müssen.

Dazu kommen die Backöfen in den Vorkassenzonen, die Klimaanlagen im Sommer, die Kassensysteme, die automatischen Türen.

Ein mittelgroßer Supermarkt mit etwa zweitausend Quadratmetern Verkaufsfläche hat locker einen Jahresstromverbrauch von vierhunderttausend bis sechshunderttausend Kilowattstunden.

Das ist so viel wie einhundertfünfzig Einfamilienhäuser.

Sechshunderttausend Kilowattstunden!

Das sind ja Stromkosten von weit über hundertfünfzigtausend Euro im Jahr.

Das muss für jeden Marktleiter ein riesiger Posten in der Bilanz sein.

Warum ist gerade hier die Solarenergie die perfekte Antwort?

Weil wir hier eine fast schon magische Übereinstimmung haben.

Denk mal drüber nach: Wann ist der Stromverbrauch im Supermarkt am höchsten?

Tagsüber, wenn die Türen offen sind, das Licht brennt und die Kunden die Türen der Kühltheken öffnen.

Und wann scheint die Sonne?

Tagsüber.

Die Erzeugungskurve einer Solaranlage und die Verbrauchskurve eines Supermarktes passen aufeinander wie Topf und Deckel.

Dazu kommt, dass die Dächer von Supermärkten meist riesig, flach und unverschattet sind – die ideale Spielwiese für eine große, hocheffiziente Solaranlage.

Man kann hier problemlos Anlagen mit zweihundert, dreihundert oder mehr Kilowatt-Peak installieren und einen riesigen Teil des verbrauchten Stroms direkt vom eigenen Dach ernten.

Du sprichst von einer magischen Übereinstimmung.

Gibt es da noch eine weitere Synergie, vielleicht bei der Kühlung?

Ja, und das ist der zweite, geniale Aspekt.

Wann müssen die Kühlaggregate am meisten arbeiten?

An den heißesten Tagen im Hochsommer, wenn die Sonne vom Himmel brennt.

Und wann liefert die Solaranlage den absolut höchsten Ertrag?

Genau an diesen Tagen.

Das System reguliert sich quasi von selbst.

Die größte Last trifft auf die größte Erzeugung.

Ein intelligentes Energiemanagementsystem kann das noch weiter optimieren.

Es kann die Kühlkette anweisen, die Temperatur in den Theken bei hohem Solarüberschuss um ein halbes Grad weiter abzusenken.

Die gekühlte Ware wirkt dann wie ein thermischer Speicher.

Wenn dann eine Wolke kommt, müssen die Aggregate nicht sofort wieder anspringen.

Das ist eine unglaublich elegante und effiziente Art, den Eigenverbrauch zu maximieren.

Okay, der Strom für den Markt selbst ist das eine.

Aber diese riesigen Dächer produzieren an sonnigen Tagen doch sicher mehr Strom, als der Markt in dem Moment braucht.

Was passiert mit dem Überschuss?

Hier beginnt der Supermarkt, vom reinen Energieverbraucher zum aktiven Energie-Hub zu werden.

Die naheliegendste und profitabelste Anwendung für den Überschuss sind E-Ladesäulen auf dem Kundenparkplatz.

Stell dir vor, du bietest deinen Kunden an, ihr E-Auto während des Einkaufs zu laden – und das mit sauberem Solarstrom vom Dach.

Das ist heute ein unglaublich starker Anreiz, um Kunden zu gewinnen und zu binden.

Man kann den Strom verschenken und es als Marketing-Instrument sehen, oder man verkauft ihn und schafft sich eine komplett neue Einnahmequelle.

Viele große Ketten bauen das gerade massiv aus.

Das ist die Zukunft des Einkaufens.

Du fährst nicht mehr nur zum Einkaufen, du fährst zum Energie tanken.

Das verändert das Geschäftsmodell eines Supermarktes ja komplett.

Vom reinen Warenverkäufer zum Energiedienstleister.

Gibt es noch andere Anwendungen für den Überschuss?

Ja, die eigene Lieferflotte.

Viele Supermärkte haben Lieferdienste mit kleinen elektrischen Transportern.

Diese können tagsüber, wenn die Sonne scheint und die Fahrzeuge vielleicht gerade nicht unterwegs sind, mit dem eigenen Solarstrom geladen werden.

Das senkt die Betriebskosten der Flotte drastisch.

Und natürlich kann der überschüssige Strom auch in einem großen Batteriespeicher zwischengelagert werden, um die teuren Lastspitzen am frühen Abend abzufangen, wenn das Licht noch brennt, die Solaranlage aber schon weniger produziert.

Die Möglichkeiten sind riesig.

Lass uns das mal in Euro und Cent fassen.

Du weißt, ich liebe deine Rechenbeispiele.

Was kostet so eine Anlage für einen Supermarkt und wann rechnet sie sich?

Nehmen wir unseren Beispiel-Supermarkt mit fünfhunderttausend Kilowattstunden Jahresverbrauch.

Auf sein Dach passt locker eine zweihundert Kilowatt-Peak-Anlage.

Die Investition dafür liegt bei etwa zweihunderttausend Euro.

Diese Anlage erzeugt rund einhundertachtzigtausend Kilowattstunden pro Jahr.

Davon kann der Supermarkt aufgrund des perfekten Lastprofils locker achtzig bis neunzig Prozent direkt selbst verbrauchen.

Sagen wir mal einhundertfünfzigtausend Kilowattstunden.

Bei einem Strompreis von dreißig Cent spart der Markt allein dadurch fünfundvierzigtausend Euro pro Jahr.

Dazu kommt die Vergütung für den eingespeisten Strom.

Die Amortisationszeit liegt hier oft bei nur vier bis fünf Jahren.

Nach diesen fünf Jahren produziert die Anlage für mindestens zwanzig weitere Jahre fast kostenlosen Strom.

Das ist ein unschlagbarer Business Case.

Es ist fast schon fahrlässig, es nicht zu tun.

Das ist wirklich beeindruckend.

Und wie in der letzten Folge besprochen, wenn ein Unternehmen die Investition scheut, könnte es das Dach auch einfach für ein PPA-Modell zur Verfügung stellen, richtig?

Genau.

Eine Supermarktkette mit hunderten Filialen muss nicht hunderte Anlagen selbst bauen und betreiben.

Sie kann einen Partner wie uns von Solarsorglos ins Boot holen.

Wir analysieren alle Standorte, planen die optimalen Anlagen und finden einen Investor, der die Anlagen baut und betreibt.

Die Supermarktkette schließt dann einen langfristigen PPA ab und sichert sich für alle ihre Filialen einen günstigen, festen Strompreis, ohne selbst investieren zu müssen.

Das ist ein extrem schlankes und intelligentes Modell, das wir gerade für viele Gewerbekunden umsetzen.

Es geht also nicht nur um den einzelnen Markt, sondern um ganze Unternehmensstrategien.

Welchen Stellenwert hat denn das Thema Nachhaltigkeit für die Kunden, die am Ende dort einkaufen?

Einen riesigen, und er wächst jeden Tag.

Die Kunden von heute sind aufgeklärt.

Sie wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen, aber auch, wie das Unternehmen wirtschaftet, bei dem sie ihr Geld ausgeben.

Ein Supermarkt, der sein Dach mit Solarmodulen belegt und E-Ladesäulen anbietet, sendet eine klare und unmissverständliche Botschaft: Wir übernehmen Verantwortung.

Wir denken an morgen.

Das schafft eine positive emotionale Bindung, die weit über den reinen Preiswettbewerb hinausgeht.

Es ist ein starkes Differenzierungsmerkmal und ein echter Wettbewerbsvorteil.

Das ist ein wunderbarer Gedanke.

Der wöchentliche Einkauf wird so zu einem kleinen Beitrag zur Energiewende.

Vielen Dank, Maik, für diesen umfassenden Einblick in die solare Welt der Supermärkte.

Sehr gerne, Solaria.

Es zeigt perfekt, wie Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen können, wenn man es intelligent angeht.

Bevor wir für heute den Deckel draufmachen, werfen wir noch einen kurzen Blick voraus.

In unserer nächsten Folge, Nummer sechsundvierzig, heben wir ab.

Es geht um das faszinierende und kontroverse Thema "Solarenergie und Elektroflugzeuge".

Wir hoffen, du bist auch dann wieder neugierig.

Bis dahin, hab eine gute Zeit und kauf bewusst ein.

Mach's gut und bis bald!

Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen deiner allgemeinen Information über Solarenergie für Supermärkte.

Sie stellen keine Energie-, Finanz- oder Unternehmensberatung dar.

Die Planung und Umsetzung solcher Gewerbeprojekte erfordert eine detaillierte fachliche Analyse.

Für eine auf dein Unternehmen zugeschnittene Planung wende dich bitte an qualifizierte Fachplaner und Installateure.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.

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