Hey und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts.
Ich bin Solaria, eure Energieexpertin und freue mich riesig auf die heutige Folge.
Und natürlich ist auch wieder unser Gast Maik Marx dabei, der Inhaber von unserem Solarunternehmen.
Schön, dass du wieder Zeit für uns gefunden hast, Maik.
Hey Solaria, immer wieder gerne. Nach unserer letzten Folge über Solaranlagen
für Unternehmen haben mich übrigens viele Anfragen erreicht.
Das Thema scheint wirklich einen Nerv zutroffen zu haben.
Das freut mich zu hören. Heute wollen wir uns einem Thema widmen,
das gerade total im Trend liegt und einen super einfachen Einstieg in die Solarenergie bietet.
Balkonkraftwerke. Die perfekte Lösung für alle, die nicht gleich eine komplette
Dachanlage installieren können oder wollen.
Absolut. Balkonkraftwerke sind der Renner in 2025.
Laut aktuellen Zahlen wurden allein bis Juni dieses Jahres über eine Million
Anlagen in Deutschland installiert.
Ein Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und das Beste,
jetzt kann wirklich jeder mitmachen, auch Mieter.
Lass uns doch erstmal die Grundlagen klären. Was genau ist eigentlich ein Balkonkraftwerk?
Im Prinzip ist ein Balkonkraftwerk eine Mini-Solaranlage, die du einfach an
deinem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten aufstellen kannst.
Sie besteht typischerweise aus ein bis zwei Solarmodulen, einem kleinen Wechselrichter
und einem Kabel, das du in eine normale Steckdose plackst.
Fertig ist dein eigenes kleines Kraftwerk.
Und wie viel Strom kann so eine kleine Anlage produzieren?
Seit Anfang 2025 ist die erlaubte Grenzleistung auf 800 Watt angehoben worden.
Vorher waren es nur 600 Watt. Mit dieser Leistung kannst du je nach Standort
zwischen 500 und 800 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen.
Das entspricht etwa dem Grundverbrauch eines Kühlschranks, einer Waschmaschine
und eines Fernsehers zusammen.
Für wen eignen sich Balkonkraftwerke besonders?
Eigentlich für fast jeden. Besonders interessant sind sie natürlich für Mieter,
die bisher von der Energiewende weitgehend ausgeschlossen waren.
Aber auch für Eigentümer von Wohnungen oder Häusern, deren Dach nicht geeignet
ist oder die nicht gleich eine große Investition tätigen wollen.
Und, wie wir in unserer letzten Folge über Batteriespeicher besprochen haben,
lassen sich Balkonkraftwerke mittlerweile auch mit kleinen Speichern kombinieren.
Stimmt, das hatten wir in Folge 2 ausführlich besprochen.
Welche aktuellen Trends gibt es denn bei Balkonkraftwerken in 2025?
Ein großer Trend sind effizientere Module.
Die neuesten Modelle nutzen bifaziale Technologie, die auch das reflektierte
Licht von der Rückseite einfängt und in Strom umwandelt.
Das steigert den Ertrag um bis zu 25 Prozent.
Außerdem gibt es immer mehr smarte Steuerungsmöglichkeiten. Du kannst dein Balkonkraftwerk
mit deinem Smart Home verbinden und den Stromverbrauch optimieren.
Und wie sieht es mit Speicherlösungen aus?
Das ist tatsächlich der heißeste Trend. Kleine Speicher mit Kapazitäten zwischen
500 und 2000 Wattstunden, die du einfach zwischen Wechselrichter und Steckdose schalte.
So kannst du den tagsüber erzeugten Strom auch abends nutzen.
Die Preise sind in den letzten Monaten stark gefallen, sodass sich die Kombination
aus Balkonkraftwerk und Speicher immer mehr lohnt.
Wie ist denn die Verbreitung in Berlin und Brandenburg?
Interessanterweise gibt es da große Unterschiede. Berlin ist ein echter Vorreiter
mit über 200 Balkonkraftwerken pro 100.000 Einwohner.
Brandenburg hingegen liegt mit nur 50 Anlagen pro 100.000 Einwohner bundesweit auf dem letzten Platz.
Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Förderung, aber auch an der Wohnstruktur.
Apropos Regeln. Was hat sich richtig getan? Ich habe gehört,
die Anmeldung wurde vereinfacht.
Ja, das ist eine der besten Neuerungen.
Seit März 2025 musst du dein Balkonkraftwerk nur noch im Marktstammdatenregister
der Bundesnetzagentur eintragen.
Und selbst das wurde extrem vereinfacht.
Statt 20 Angaben sind es jetzt nur noch 5. Die ganze Anmeldung dauert keine 5 Minuten.
Und wie sieht es mit der Genehmigung durch Vermieter- oder Eigentümergemeinschaften aus?
Auch hier gibt es gute Nachrichten. Seit der Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes
haben Eigentümer einen Rechtsanspruch auf Installation.
Bei Mietern ist es etwas komplizierter, aber die Rechtsprechung tendiert immer
mehr dazu, bei Kuhnkraftwerke als privilegierte bauliche Veränderung einzustufen.
In Berlin gibt es sogar eine spezielle Beratungsstelle, die bei Konflikten mit Vermietern hilft.
Kommen wir zur Wirkschaftlichkeit. Was kostet ein Balkonkraftwerk und wann hat es sich amortisiert?
Ein hochwertiges Balkonkraftwerk mit 800 Watt kostet aktuell zwischen 500 und 800 Euro.
Mit den aktuellen Strompreisen von etwa 40 Cent pro Kilowattstunde amortisiert
sich die Anlage in 3 bis 5 Jahren.
Bei einer Lebensdauer von mindestens 15 Jahren ist das eine richtig gute Rendite.
Wie unterscheidet sich die Wirtschaftlichkeit von den großen Dachanlagen,
über die wir in unserer ersten Folge gesprochen haben?
Der große Unterschied liegt im Eigenverbrauchsanteil.
Bei Balkonkraftwerken liegt er bei fast 100%, weil der erzeugte Strom direkt
im Haushalt verbraucht wird.
Bei großen Anlagen, wie wir in Folge 1 besprochen haben, liegt der Eigenverbrauch
ohne Speicher oft nur von 30 bis 40%. Dafür ist natürlich die absolute Strommenge
bei Dachanlagen viel größer.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es aktuell in Berlin und Brandenburg?
In Berlin gibt es seit dem 21. März 2025 eine Förderung von 250 Euro pro Balkonkraftwerk.
Das ist zwar nur noch die Hälfte des Vorjahresbetrags, deckt aber immer noch
einen erheblichen Teil der Kosten.
In Brandenburg gibt es keine landesweite Förderung, aber einzelne Kommunen wie
der Landkreis Haferland bieten seit April Zuschüsse an.
Und wie sieht es mit steuerlichen Aspekten aus?
In unserer letzten Folge hatten wir ja ausführlich über Steuervorteile für Unternehmen gesprochen.
Für Privatpersonen ist es erfreulich einfach. Balkonkraftwerke fallen unter
die Kleinunternehmerregelung und sind von der Einkommenssteuer befreit.
Außerdem gilt seit 2023 der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer.
Das heißt, du zahlst beim Kauf keine Mehrwertsteuer mehr. Auf jeden Fall.
Erstens, die Ausrichtung ist entscheidend. Optimal ist Süden,
aber auch Ost und West funktionieren gut.
Zweitens, achte auf Verschattung. Selbst kleine Schatten können die Leistung deutlich reduzieren.
Und drittens, investiere in Qualität. Billige Module und Wechselrichter halten
oft nicht lange und können sogar gefährlich werden.
Wie sieht es mit der Installation aus? Kann ich das selbst machen?
Grundsätzlich ja. Die meisten Balkonkraftwerke sind als Plug-and-Play-Systeme
konzipiert. Du montierst die Module an der Halterung, verbindest sie mit dem
Wechselrichter und steckst das Kabel in die Steckdose. Fertig.
Allerdings empfehlen wir immer eine sichere Befestigung, besonders wenn die
Module auf dem Balkon oder an der Fassade angebracht werden.
Und wie sieht es mit der Wartung aus?
Das ist das Schöne an Balkonkraftwerken. Sie sind praktisch wartungsfrei.
Ab und zu die Module reinigen, wenn sie stark verschmutzt sind, das war's.
Es gibt keine beweglichen Teile, die verschleißen können. Die Module haben typischerweise
eine Leistungsgarantie von 25 Jahren, die Wechselrichter halten etwa 10 bis 15 Jahre.
Welche Balkonkraftwerklösung bietet ihr konkret an?
Wir haben drei verschiedene Pakete im Angebot. Das Einsteigerpaket mit 600 Watt für kleine Balkone,
das Standardpaket mit 800 Watt für optimale Erträge und das Premiumpaket mit
800 Watt plus einem kleinen Speicher mit 1000 Wattstunden.
Alle Pakete beinhalten hochwertige Module, einen zuverlässigen Wechselrichter,
die passende Halterung und alle notwendigen Kabel.
Und ihr übernehmt auch die Installation?
Genau. Wir bieten einen kompletten Installationsservice an.
Unsere Techniker kommen zu dir nach Hause, montieren das Balkonkraftwerk fachgerecht
und sicher und erklären dir alles, was du wissen musst.
Außerdem übernehmen wir die Anmeldung im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreibern.
Und wenn du möchtest, können wir auch gleich ein Monitoring-System einrichten,
mit dem du den Ertrag deiner Anlage jederzeit im Blick hast.
Das klingt nach einem Rundum-Sorglos-Paket. Gibt es aktuell besondere Angebote
für unsere Podcast-Hörer?
Natürlich! Speziell für die Hörer unseres Podcasts haben wir uns etwas Besonderes überlegt.
Wer bei der Kontaktaufnahme den Code PODCAST4 nennt, erhält ein kostenloses
Upgrade auf unser Premium-Monitoring-System im Wert von 99 Euro.
Damit kannst du den Ertrag deines Balkonkraftwerks per App verfolgen und bekommst
automatisch eine Benachrichtigung, falls mal etwas nicht optimal läuft.
Das ist ein tolles Angebot. Und wie können unsere Hörer euch kontaktieren?
Am einfachsten über unsere Website oder per Telefon.
Dort kann man einen Termin für eine kostenlose Erstberatung buchen. Oder per E-Mail.
Wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Super. Lass uns zum Abschluss noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen.
Gerne. Bei Kohnkraftwerke sind der einfachste Einstieg in die Solarenergie. Auch für Mieter.
Die erlaubte Leistung wurde auf 800 Watt erhöht, die Anmeldung stark vereinfacht.
In Berlin gibt es eine Förderung von 250 Euro, in Brandenburg punktuelle Förderungen kommunalerseits.
Die Amotivationszeit liegt bei drei bis fünf Jahren und mit den neuen Speicherlösungen
wird die Wirtschaftlichkeit noch besser.
Perfekt zusammengefasst. Ich denke, wir haben heute wirklich alle wichtigen
Aspekte zu Balkonkraftwerken abgedeckt und auch schöne Verbindungen zu unseren
früheren Folgen über Solaranlagen und Batteriespeicher hergestellt.
Absolut. Und wer mehr über die Kombination von Balkonkraftwerken mit Batteriespeichern
erfahren möchte, sollte unbedingt nochmal in unsere zweite Folge reinhören.
Da haben wir das Thema Speicher wirklich ausführlich behandelt.
Und wenn ihr Fragen habt oder bestimmte Themen vorschlagen möchtet,
schreibt sie gerne in die Kommentare.
Wir greifen sie in den nächsten Folgen auf und beantworten sie.
Genau. Und wer direkt loslegen will, kann uns jederzeit kontaktieren für eine
kostenlose Erstberatung. Wir freuen uns auf euch.
Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Blät sonnig.
Tschüss und bis bald. Und denkt daran, mit einem Balkonkraftwerk kann jeder
zum Energieerzeuger werden.
Einfach, günstig und nachhaltig.