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Cover Folge 36: Solarenergie und Elektromobilität für Lieferdienste: Revolution der letzten Meile
Folge 36 27. März 2026 0 Kapitel

Solarenergie und Elektromobilität für Lieferdienste: Revolution der letzten Meile

Die Episode thematisiert die Integration von Solarenergie und Elektromobilität in Lieferdiensten, mit Fokus auf DHL und Amazon. Trotz hoher Investitionskosten bieten Elektrofahrzeuge und Solaranlagen vielversprechende Zukunftsperspektiven.

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#36 Solarenergie und Elektromobilität für Lieferdienste: Revolution der letzten Meile

Solarsorglos – Der Solar Podcast

Solar und E-Mobilität für Lieferdienste: Die Revolution der letzten Meile

Jeden Tag rollen Millionen Pakete durch unsere Städte – und die letzte Meile wird gerade leise und sauber. In dieser Folge des Solarsorglos-Podcasts zeigt dir Maik Marx, wie Paketdienste, Essenslieferanten und Kuriere mit Solarstrom und Elektrofahrzeugen nachhaltiger arbeiten. Große Logistiker investieren bereits Milliarden in E-Flotten und läuten damit eine neue Ära in der Zustellung ein. Wie groß deine eigene Anlage sein müsste, zeigt dir in zwei Minuten unser kostenloser Solarrechner.

Die Branche stellt um

Die Zahlen sind beeindruckend: Große Paketdienste haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt und bereits zehntausende Elektrofahrzeuge im Einsatz, ein Versandriese hat hunderttausende E-Lieferwagen bestellt, und auch im schweren Verkehr werden E-Lkw getestet. In Deutschland sind bereits über fünfzigtausend elektrische Lieferfahrzeuge unterwegs – Tendenz stark steigend. Die Umstellung ist in vollem Gange.

Lieferfahrzeuge laden mit eigenem Sonnenstrom

Warum sich der Umstieg lohnt

Die Gründe sind handfest: niedrigere Betriebskosten durch günstigeren Strom und weniger Wartung, dazu staatliche Förderungen und ein deutlich besseres Image. Gerade im Stadtverkehr mit vielen Stopps spielen E-Transporter ihre Stärken aus – leise, lokal emissionsfrei und mit ausreichend Reichweite für die typischen Zustellrouten. Für die letzte Meile sind sie wie geschaffen. Passende Solar-Komplettpakete gibt es bei Solarsorglos – fachgerecht installiert von unserem Handwerksbetrieb Montageteam Marx.

Logistikdächer als Kraftwerke

Hier kommt die Solarenergie ins Spiel: Verteilzentren und Logistikhallen haben riesige, ebene Dachflächen, die ideal für Photovoltaik sind. Ein typisches Verteilzentrum erreicht eine Solarleistung von einem bis vier Megawatt-Peak – genug, um mehrere Dutzend Lieferfahrzeuge mit eigenem Sonnenstrom zu versorgen. Das Dach wird so zur Tankstelle der Flotte.

Elektro-Lieferfahrzeug beim Laden

Laden, wenn die Sonne scheint

Besonders clever ist das Timing: Viele Lieferfahrzeuge stehen tagsüber zwischen den Touren oder werden über Nacht am Depot geladen. Mit intelligentem Lademanagement und einem Batteriespeicher lässt sich der Solarstrom optimal nutzen und teure Lastspitzen vermeiden. So sinken die Energiekosten der Flotte spürbar, und das Depot wird unabhängiger vom Netz.

Solaranlage für Gewerbe und Logistik: So geht es richtig

Sauberer und leiser für die Stadt

Neben den Kosten zählt der Effekt für die Nachbarschaft: E-Lieferfahrzeuge sind leise und stoßen vor Ort keine Abgase aus. Gerade in dicht besiedelten Innenstädten verbessert das die Luft- und Lebensqualität. Für die Anwohner wird die tägliche Paketflut so deutlich angenehmer – ein Gewinn, der weit über die Bilanz der Logistiker hinausgeht. Aktuelle Marktzahlen liefert der Bundesverband Solarwirtschaft, jede Anlage wird im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet, und unabhängige Tipps gibt der Photovoltaik-Ratgeber der Verbraucherzentrale.

Auch für kleinere Betriebe

Was bei den Großen funktioniert, lohnt sich auch für regionale Kurier- und Lieferdienste. Schon ein paar E-Transporter, eine Wallbox am Hof und eine Solaranlage auf dem Betriebsdach senken die Kosten und schärfen das grüne Profil. Der Einstieg ist heute einfacher und günstiger denn je – und ein klares Signal an umweltbewusste Kunden.

Logistikzentrum mit großem Solardach

Fazit: Die letzte Meile wird grün

Solarstrom und E-Mobilität machen die Zustellung günstiger, leiser und sauberer. Hör dir die ganze Folge an und melde dich für eine kostenlose Erstberatung, wenn du dein Logistik- oder Lieferunternehmen mit Solar und E-Flotte zukunftsfähig machen willst. Solarsorglos gehört übrigens zu den Projekten von Maik Marx, der mit plangenial auch in der Gründungs- und Karriereberatung und mit First Networks im Webdesign und Hosting aktiv ist.

Komplettes Transkript lesen

Servus zusammen, hier ist wieder eure Solaria, ich freue mich riesig,

dass ihr wieder dabei seid.

Heute haben wir ein Thema, das besonders für Unternehmer sowie alle interessant

ist, die täglich Pakete bekommen.

Solarenergie sowie Elektromobilität für Lieferdienste.

Wie Paketdienste, Essenslieferanten sowie Kuriere mit Sonnenstrom nachhaltig unterwegs sind.

Das ist wirklich spannend, denn diese Branche steht vor einem riesigen Wandel.

Natürlich ist auch wieder unser Experte Maik Marx dabei.

Maik, schön, dass du da bist.

Hallo Solaria, hallo liebe Hörerinnen, hallo liebe Hörer. Ja,

das freut mich auch sehr.

Das Thema heute ist wirklich zukunftsweisend, denn die Logistikbranche elektrifiziert

sich rasend. Große Konzerne wie DHL, UPS sowie Amazon investieren Milliarden in Elektrofahrzeuge.

Kombiniert mit Solarenergie wird das zu einer Revolution in der letzten Meile.

Eine Revolution in der letzten Meile. Das klingt aufregend.

Aber lass uns mal konkret werden. Wie sieht die aktuelle Situation bei den Lieferdiensten aus?

Die Zahlen sind beeindruckend. DHL will bis 2030 komplett klimaneutral werden.

Hat bereits über 10.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz.

Amazon hat 200.000 elektrische Lieferwagen bei Rivian bestellt.

UPS testet Elektro-Lkw für längere Strecken.

In Deutschland sind bereits über 50.000 elektrische Lieferfahrzeuge unterwegs.

Tendenz stark steigend.

Über 50.000 elektrische Lieferfahrzeuge, das ist ja schon eine beachtliche Flotte.

Aber warum setzen die Unternehmen auf Elektromobilität?

Mehrere Gründe sprechen dafür. Erstens die Kosten.

Elektrofahrzeuge haben niedrigere Betriebskosten, weniger Wartung günstigeren

Strom statt teuren Diesel.

Zweitens die Umweltzonen. Viele Städte verbieten Dieselfahrzeuge in Innenstädten.

Drittens das Image. Kunden bevorzugen nachhaltige Lieferdienste.

Viertens die Förderungen. Bis zu 9000 Euro pro Elektrotransporter vom Staat.

Bis zu 9000 Euro Förderung. Das ist ein starker Anreiz.

Aber wie passt Solarenergie in dieses Bild?

Solarenergie ist der perfekte Partner für Elektromobilität.

Lieferdienste haben große Logistikzentren mit riesigen Dachflächen.

Perfekt für Solaranlagen. Ein typisches Verteilzentrum hat 5000 bis 20.000 Quadratmeter Dachfläche.

Das entspricht 1 bis 4 Megawatt Peak Solarleistung. Damit können hunderte Lieferfahrzeuge

mit Sonnenstrom geladen werden.

Ein bis 4 Megawatt Peak, das sind riesige Anlagen. Aber wie viel Strom braucht

denn ein Lieferfahrzeug?

Ein typischer Elektrotransporter verbraucht etwa 20 bis 30 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Bei durchschnittlich 150 Kilometern täglich sind das 30 bis 45 Kilowattstunden

pro Tag. Eine 1 Megawatt-Solaranlage erzeugt etwa 1000 Megawattstunden pro Jahr.

Das reicht für 60 bis 80 Lieferfahrzeuge.

60 bis 80 Fahrzeuge pro Megawatt, das ist effizient. Aber funktioniert das auch

zeitlich? Die Fahrzeuge sind ja tagsüber unterwegs.

Das ist tatsächlich perfekt gelöst. Lieferfahrzeuge starten meist früh morgens,

sind tagsüber unterwegs, kommen abends zurück.

Genau dann, wenn die Solaranlage den ganzen Tag Strom produziert hat,

werden die Batteriespeicher geladen.

Die Fahrzeuge laden über Nacht, sind morgens wieder voll. Ein idealer Rhythmus.

Ein idealer Rhythmus. Das passt perfekt zusammen.

Aber brauchen die Unternehmen auch Batteriespeicher?

Ja, Batteriespeicher sind essentiell. Ohne Speicher würde der Solarstrom tagsüber

ins Netz eingespeist, abends teurer Netzstrom gekauft.

Mit Speichern wird der Solarstrom zwischengelagert, abends zum Laden genutzt.

Typische Logistikzentren haben 500 bis 2000 Kilowattstunden Batteriespeicher.

Das reicht für 10 bis 40 Fahrzeuge pro Nacht.

500 bis 2000 Kilowattstunden, das sind gewaltige Speicher. Aber was kostet so eine Anlage?

Die Investition ist beträchtlich, aber lohnenswert.

Eine 1 Megawatt-Solaranlage kostet etwa 800.000 bis 1 Million Euro.

Ein Batteriespeicher mit 1000 Kilowattstunden kostet etwa 300.000 bis 500.000 Euro.

Dazu kommen Ladeinfrastruktur sowie Installation.

Insgesamt etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro für ein komplettes System.

1,5 bis 2 Millionen Euro, das ist eine große Investition. Rechnet sich das denn?

Absolut. Die Amortisation liegt bei 8 bis 12 Jahren.

Ein Lieferfahrzeug verbraucht etwa 4.000 Euro Diesel pro Jahr,

mit Solarstrom nur 800 bis 1.200 Euro.

Das sind 2.500 bis 3.200 Euro Ersparnis pro Fahrzeug jährlich.

Bei 100 Fahrzeugen sind das 250.000 bis 320.000 Euro Euro.

Jährlich.

250.000 bis 320.000 Euro jährlich. Das ist beeindruckend. Aber gibt es auch kleinere Lösungen?

Ja, durchaus. Kleinere Lieferdienste können mit 50 bis 200 Kilowatt Peak anfangen.

Das reicht für 10 bis 20 Fahrzeuge, kostet etwa 50.000 bis 200.000 Euro.

Auch Franchise-Nehmer von Pizzadiensten oder lokale Kuriere können profitieren.

Sogar einzelne Elektrotransporter lassen sich mit kleinen Solaranlagen betreiben.

50.000 bis 200.000 Euro für kleinere Systeme. Das ist machbarer.

Aber wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur aus?

Die Ladeinfrastruktur ist entscheidend. Moderne Logistikzentren haben 20 bis

100 Ladepunkte mit 11 bis 22 Kilowatt Leistung.

Schnellladestationen mit 50 bis 150 Kilowatt für Notfälle.

Intelligente Lademanagementsysteme verteilen den Strom optimal,

vermeiden Lastspitzen.

Das spart Netzentgelte sowie Stromkosten.

Intelligente Lademanagementsysteme, das ist clever. Aber funktioniert das auch

bei verschiedenen Fahrzeugtypen?

Ja, die Systeme sind sehr flexibel. Kleine Lieferwagen mit 30 bis 50 Kilowattstunden Batterie,

mittlere Transporter mit 60 bis 100 Kilowattstunden, große LKW mit 200 bis 500 Kilowattstunden.

Jeder Fahrzeugtyp hat angepasste Ladeprofile. E-Bikes sowie E-Roller der Essenslieferanten

können auch integriert werden.

E-Bikes sowie E-Roller, das ist umfassend. Aber wie sieht es mit der Reichweite aus?

Die Reichweite hat sich dramatisch verbessert. Moderne Elektrotransporter schaffen

200 bis 400 Kilometer pro Ladung.

Für die meisten Lieferrouten reicht das locker.

Große E-Lkw schaffen bereits 300 bis 600 Kilometer. Mit der nächsten Batteriegeneration

werden 800 bis 1000 Kilometer möglich sein.

800 bis 1000 Kilometer. Das ist beeindruckend. Aber was passiert bei schlechtem Wetter oder im Winter?

Solaranlagen funktionieren auch bei bewölktem Himmel, produzieren 20 bis 40

Prozent der Nennleistung.

Im Winter ist die Leistung geringer, aber die Batteriespeicher gleichen das aus.

Außerdem können die Systeme mit Windkraft oder Netzstrom ergänzt werden.

Wichtig ist eine gute Dimensionierung für die schwächsten Monate.

Ergänzung mit Windkraft, das ist durchdacht. Aber wie sieht es mit der Wartung aus?

Die Wartung ist überschaubar. Solaranlagen sind sehr wartungsarm,

brauchen nur gelegentliche Reinigung sowie jährliche Inspektionen.

Batteriespeicher halten 10 bis 15 Jahre, dann Austausch.

Ladeinfrastruktur ist robust, braucht wenig Wartung.

Insgesamt deutlich weniger Aufwand als bei Dieselfahrzeugen mit Ölwechsel,

Filtertausch sowie Abgasreinigung.

Deutlich weniger Wartungsaufwand, das ist ein Vorteil. Aber gibt es auch Herausforderungen?

Einige Herausforderungen gibt

es schon. Die hohen Anfangsinvestitionen schrecken manche Unternehmen ab.

Die Netzanschlussleistung muss oft verstärkt werden. Bei sehr alten Gebäuden

können statische Probleme auftreten.

Außerdem braucht es geschultes Personal für Betrieb sowie Wartung der Anlagen.

Geschultes Personal, das ist wichtig. Aber wie sieht die Zukunft aus?

Die Zukunft ist sehr vielversprechend. Bis 2030 werden schätzungsweise 80 bis

90 Prozent aller Lieferfahrzeuge elektrisch sein.

Autonome Lieferroboter sowie Drohnen kommen dazu. Vehicle-to-Grid-Technologie

ermöglicht bidirektionales Laden.

Die Fahrzeuge werden zu rollenden Batteriespeichern, stabilisieren das Stromnetz.

80 bis 90 Prozent elektrisch bis 2030. Das ist eine komplette Transformation.

Aber profitieren auch die Kunden davon?

Definitiv. Kunden bekommen leisere, sauberere Lieferungen. Keine Dieselabgase mehr vor der Haustür.

Lieferungen auch in Umweltzonen möglich.

Viele Unternehmen geben die Kosteneinsparungen an Kunden weiter.

Günstigere Liefergebühren.

Außerdem steigt das Vertrauen in nachhaltige Unternehmen.

Günstigere Liefergebühren, das ist ein direkter Vorteil. Aber können auch Privatpersonen

von dieser Entwicklung profitieren?

Ja, durchaus. Wer selbst eine Solaranlage hat, kann sein Elektroauto mit Sonnenstrom

laden, genauso wie die Lieferdienste.

Carsharing-Anbieter setzen zunehmend auf Solarelektroautos.

Außerdem entstehen Solarladeparks an Autobahnen sowie in Städten.

Die Technologie wird für alle zugänglich.

Solarladeparks, das ist die Zukunft.

Aber gibt es auch internationale Beispiele?

Ja, weltweit passiert viel. In den

Niederlanden hat PostNL bereits 15.000 Elektrofahrzeuge mit Solarstrom.

In Kalifornien betreibt UPS riesige Solarlogistikzentren.

In China fahren Millionen von Lieferfahrzeugen elektrisch.

Deutschland holt auf. Aber andere Länder sind teilweise schon weiter.

Millionen von Lieferfahrzeugen in China. Das ist beeindruckend.

Aber welche Rolle spielt die Politik?

Die Politik ist entscheidend. Die EU plant ab 2030 Verbot von Dieselfahrzeugen in Innenstädten.

Deutschland fördert Elektrofahrzeuge sowie Ladeinfrastruktur mit Milliarden.

Kommunen schaffen Umweltzonen, bevorzugen elektrische Lieferdienste.

Ohne politische Unterstützung wäre der Wandel viel langsamer.

Politische Unterstützung mit Milliarden. Das beschleunigt den Wandel.

Vielen Dank, Maik, für diese spannenden Einblicke in die Zukunft der Logistik.

Sehr gerne, Solaria. Es hat mir wieder große Freude bereitet,

über diese nachhaltige Revolution zu sprechen.

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das war unsere 36. Folge über Solarenergie sowie

Elektromobilität für Lieferdienste.

Ein wirklich zukunftsweisendes Thema.

Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare, eure Fragen.

Schreibt uns gerne, ob ihr schon Veränderungen bei euren Lieferdiensten bemerkt

habt oder ob ihr selbst in der Logistikbranche tätig seid.

In der nächsten Folge sprechen wir übrigens über Solarenergie sowie Wärmepumpen

für Altbauten, wie auch ältere Gebäude von der Wärmewende profitieren können.

Das wird besonders für Hausbesitzer interessant.

Bis zur nächsten Folge, bleibt nachhaltig.

Tschüss sowie auf Wiederhören.

Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen

Information über Elektromobilität, Logistik sowie deren technische Aspekte.

Sie stellen keine Unternehmensberatung, Logistikberatung oder Investitionsberatung dar.

Elektrofahrzeuge sowie deren Einsatz unterliegen gewerblichen sowie technischen Bestimmungen.

Für individuelle Beratung zu Flottenelektrifizierung, Ladeinfrastruktur sowie

Wirtschaftlichkeitsberechnungen wenden Sie sich bitte an qualifizierte Mobilitätsexperten

sowie Logistikberater.

Alle Angaben ohne Gewehr.

Servus zusammen! Hier ist wieder eure Solaria. Ich freue mich riesig,

dass ihr wieder dabei seid.

Heute haben wir ein Thema, das besonders für Unternehmer sowie alle interessant

ist, die täglich Pakete bekommen.

Solarenergie sowie Elektromobilität für Lieferdienste.

Wie Paketdienste, Essenslieferanten sowie Kuriere mit Sonnenstrom nachhaltig unterwegs sind.

Das ist wirklich spannend, denn diese Branche steht vor einem riesigen Wandel.

Natürlich ist auch wieder unser Experte Maik Marx dabei. Maik, schön, dass du da bist.

Hallo Solaria, hallo liebe Hörerinnen, hallo liebe Hörer. Ja,

das freut mich auch sehr.

Das Thema heute ist wirklich zukunftsweisend, denn die Logistikbranche elektrifiziert sich rasend.

Große Konzerne wie DHL, UPS sowie Amazon investieren Milliarden in Elektrofahrzeuge.

Kombiniert mit Solarenergie wird das zu einer Revolution in der letzten Meile.

Eine Revolution in der letzten Meile. Das klingt aufregend.

Aber lass uns mal konkret werden. Wie sieht die aktuelle Situation bei den Lieferdiensten aus?

Die Zahlen sind beeindruckend. DHL will bis 2030 komplett klimaneutral werden,

hat bereits über 10.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz.

Amazon hat 200.000 elektrische Lieferwagen bei Rivian bestellt.

UPS testet Elektro-LKW für längere Strecken. In Deutschland sind bereits über

50.000 elektrische Lieferfahrzeuge unterwegs.

Tendenz stark steigend.

Über 50.000 elektrische Lieferfahrzeuge. Das ist ja schon eine beachtliche Flotte.

Aber warum setzen die Unternehmen auf Elektromobilität?

Mehrere Gründe sprechen dafür. Erstens die Kosten.

Elektrofahrzeuge haben niedrigere Betriebskosten, weniger Wartung günstigeren

Strom statt teuren Diesel.

Zweitens die Umweltzonen. Viele Städte verbieten Dieselfahrzeuge in Innenstädten.

Drittens das Image. Kunden bevorzugen nachhaltige Lieferdienste.

Viertens die Förderungen. Bis zu 9000 Euro pro Elektrotransporter vom Staat.

Bis zu 9000 Euro Förderung, das ist ein starker Anreiz.

Aber wie passt Solarenergie in dieses Bild?

Solarenergie ist der perfekte Partner für Elektromobilität.

Lieferdienste haben große Logistikzentren mit riesigen Dachflächen.

Perfekt für Solaranlagen. Ein typisches Verteilzentrum hat 5000 bis 20.000 Quadratmeter Dachfläche.

Das entspricht 1 bis 4 Megawatt Peak Solarleistung. Damit können hunderte Lieferfahrzeuge

mit Sonnenstrom geladen werden.

Ein bis 4 Megawatt Peak, das sind riesige Anlagen. Aber wie viel Strom braucht

denn ein Lieferfahrzeug?

Ein typischer Elektrotransporter verbraucht etwa 20 bis 30 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Bei durchschnittlich 150 Kilometern täglich sind das 30 bis 45 Kilowattstunden pro Tag.

Eine 1 Megawatt Solaranlage erzeugt etwa 1000 Megawattstunden pro Jahr.

Das reicht für 60 bis 80 Lieferfahrzeuge.

60 bis 80 Fahrzeuge pro Megawatt. Das ist effizient. Aber funktioniert das auch

zeitlich? Die Fahrzeuge sind ja tagsüber unterwegs.

Das ist tatsächlich perfekt gelöst. Lieferfahrzeuge starten meist früh morgens,

sind tagsüber unterwegs, kommen abends zurück.

Genau dann, wenn die Solaranlage den ganzen Tag Strom produziert hat,

werden die Batteriespeicher geladen.

Die Fahrzeuge laden über Nacht, sind morgens wieder voll. Ein idealer Rhythmus.

Ein idealer Rhythmus, das passt perfekt zusammen.

Aber brauchen die Unternehmen auch Batteriespeicher?

Ja, Batteriespeicher sind essentiell. Ohne Speicher würde der Solarstrom tagsüber

ins Netz eingespeist, abends teurer Netzstrom gekauft.

Mit Speichern wird der Solarstrom zwischengelagert, abends zum Laden genutzt.

Typische Logistikzentren haben 500 bis 2000 Kilowattstunden Batteriespeicher.

Das reicht für 10 bis 40 Fahrzeuge pro Nacht.

500 bis 2000 Kilowattstunden, das sind gewaltige Speicher. Aber was kostet so eine Anlage?

Die Investition ist beträchtlich, aber lohnenswert.

Eine 1 Megawatt Solaranlage kostet etwa 800.000 bis 1 Million Euro.

Ein Batteriespeicher mit 1000 Kilowattstunden kostet etwa 300.000 bis 500.000 Euro.

Dazu kommen Ladeinfrastruktur sowie Installation.

Insgesamt etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro für ein komplettes System.

1,5 bis 2 Millionen Euro. Das ist eine große Investition. Rechnet sich das denn?

Absolut. Die Amortisation liegt bei 8 bis 12 Jahren.

Ein Lieferfahrzeug verbraucht etwa 4.000 Euro Diesel pro Jahr,

mit Solarstrom nur 800 bis 1.200 Euro.

Das sind 2.500 bis 3.200 Euro.

Ersparnis pro Fahrzeug jährlich. Bei 100 Fahrzeugen sind das 250.000 bis 320.000 Euro jährlich.

250.000 bis 320.000 Euro jährlich. Das ist beeindruckend. Aber gibt es auch kleinere Lösungen?

Ja, durchaus. Kleinere Lieferdienste können mit 50 bis 200 Kilowatt Peak anfangen.

Das reicht für 10 bis 20 Fahrzeuge, kostet etwa 50.000 bis 200.000 Euro.

Auch Franchise-Nehmer von Pizzadiensten oder lokale Kuriere können profitieren.

Sogar einzelne Elektrotransporter lassen sich mit kleinen Solaranlagen betreiben.

50.000 bis 200.000 Euro für kleinere Systeme, das ist machbarer.

Aber wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur aus?

Die Ladeinfrastruktur ist entscheidend. Moderne Logistikzentren haben 20 bis

100 Ladepunkte mit 11 bis 22 Kilowatt Leistung.

Schnellladestationen mit 50 bis 150 Kilowatt für Notfälle.

Intelligente Lademanagementsysteme verteilen den Strom optimal,

vermeiden Lastspitzen.

Das spart Netzentgelte sowie Stromkosten.

Intelligente Lademanagementsysteme, das ist clever. Aber funktioniert das auch

bei verschiedenen Fahrzeugtypen?

Ja, die Systeme sind sehr flexibel. Kleine Lieferwagen mit 30 bis 50 Kilowattstunden Batterie,

mittlere Transporter mit 60 bis 100 Kilowattstunden, große LKW mit 200 bis 500 Kilowattstunden.

Jeder Fahrzeugtyp hat angepasste Ladeprofile. E-Bikes sowie E-Roller der Essenslieferanten

können auch integriert werden.

E-Bikes sowie E-Roller, das ist umfassend. Aber wie sieht es mit der Reichweite aus?

Die Reichweite hat sich dramatisch verbessert. Moderne Elektrotransporter schaffen

200 bis 400 Kilometer pro Ladung.

Für die meisten Lieferrouten reicht das locker.

Große E-Lkw schaffen bereits 300 bis 600 Kilometer. Mit der nächsten Batteriegeneration

werden 800 bis 1000 Kilometer möglich sein.

800 bis 1000 Kilometer. Das ist beeindruckend. Aber was passiert bei schlechtem Wetter oder im Winter?

Solaranlagen funktionieren auch bei bewölktem Himmel, produzieren 20 bis 40

Prozent der Nennleistung.

Im Winter ist die Leistung geringer, aber die Batteriespeicher gleichen das

aus. Außerdem können die Systeme mit Windkraft oder Netzstrom ergänzt werden.

Wichtig ist eine gute Dimensionierung für die schwächsten Monate.

Ergänzung mit Windkraft, das ist durchdacht. Aber wie sieht es mit der Wartung aus?

Die Wartung ist überschaubar. Solaranlagen sind sehr wartungsarm,

brauchen nur gelegentliche Reinigung sowie jährliche Inspektionen.

Batteriespeicher halten 10 bis 15 Jahre, dann Austausch.

Ladeinfrastruktur ist robust, braucht wenig Wartung.

Insgesamt deutlich weniger Aufwand als bei Dieselfahrzeugen mit Ölwechsel,

Filtertausch sowie Abgasreinigung.

Deutlich weniger Wartungsaufwand, das ist ein Vorteil, aber gibt es auch Herausforderungen?

Einige Herausforderungen gibt es schon. Die hohen Anfangsinvestitionen schrecken

manche Unternehmen ab. Die Netzanschlussleistung muss oft verstärkt werden.

Bei sehr alten Gebäuden können statische Probleme auftreten.

Außerdem braucht es geschultes Personal für Betrieb sowie Wartung der Anlagen.

Geschultes Personal, das ist wichtig. Aber wie sieht die Zukunft aus?

Die Zukunft ist sehr vielversprechend. Bis 2030 werden schätzungsweise 80 bis

90 Prozent aller Lieferfahrzeuge elektrisch sein.

Autonome Lieferroboter sowie Drohnen kommen dazu.

Vehicle-to-Grid-Technologie ermöglicht bidirektionales Laden.

Die Fahrzeuge werden zu rollenden Batteriespeichern, stabilisieren das Stromnetz.

80 bis 90 Prozent elektrisch bis 2030. Das ist eine komplette Transformation.

Aber profitieren auch die Kunden davon?

Definitiv. Kunden bekommen leisere, sauberere Lieferungen. Keine Dieselabgase mehr vor der Haustür.

Lieferungen auch in Umweltzonen möglich.

Viele Unternehmen geben die Kosteneinsparungen an Kunden weiter.

Günstigere Liefergebühren.

Außerdem steigt das Vertrauen in nachhaltige Unternehmen.

Günstigere Liefergebühren, das ist ein direkter Vorteil. Aber können auch Privatpersonen

von dieser Entwicklung profitieren?

Ja, durchaus. Wer selbst eine Solaranlage hat, kann sein Elektroauto mit Sonnenstrom laden.

Genauso wie die Lieferdienste. Carsharing-Anbieter setzen zunehmend auf Solarelektroautos.

Außerdem entstehen Solarladeparks an Autobahnen sowie in Städten.

Die Technologie wird für alle zugänglich.

Solarladeparks, das ist die Zukunft. Aber gibt es auch internationale Beispiele?

Ja, weltweit passiert viel. In den

Niederlanden hat PostNL bereits 15.000 Elektrofahrzeuge mit Solarstrom.

In Kalifornien betreibt UPS riesige Solarlogistikzentren.

In China fahren Millionen von Lieferfahrzeugen elektrisch.

Deutschland holt auf, aber andere Länder sind teilweise schon weiter.

Millionen von Lieferfahrzeugen in China. Das ist beeindruckend.

Aber welche Rolle spielt die Politik?

Die Politik ist entscheidend. Die EU plant ab 2030 Verbot von Dieselfahrzeugen

in Innenstädten. Deutschland fördert Elektrofahrzeuge sowie Ladeinfrastruktur mit Milliarden.

Kommunen schaffen Umweltzonen, bevorzugen elektrische Lieferdienste.

Ohne politische Unterstützung wäre der Wandel viel langsamer.

Politische Unterstützung mit Milliarden, das beschleunigt den Wandel.

Vielen Dank, Maik, für diese spannenden Einblicke in die Zukunft der Logistik.

Sehr gerne, Solaria. Ja, es hat mir wieder große Freude bereitet,

über diese nachhaltige Revolution zu sprechen.

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das war unsere 36. Folge über Solarenergie sowie

Elektromobilität für Lieferdienste.

Ein wirklich zukunftsweisendes Thema.

Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare, eure Fragen.

Schreibt uns gerne, ob ihr schon Veränderungen bei euren Lieferdiensten bemerkt

habt oder ob ihr selbst in der Logistikbranche tätig seid.

In der nächsten Folge sprechen wir übrigens über Solarenergie sowie Wärmepumpen

für Altbauten, wie auch ältere Gebäude von der Wärmewende profitieren können.

Das wird besonders für Hausbesitzer interessant.

Bis zur nächsten Folge. Bleibt nachhaltig.

Tschüss sowie auf Wiederhören. Die in diesem Podcast geteilten Informationen

dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Elektromobilität,

Logistik sowie deren technische Aspekte.

Sie stellen keine Unternehmensberatung, Logistikberatung oder Investitionsberatung dar.

Elektrofahrzeuge sowie deren Einsatz unterliegen gewerblichen sowie technischen Bestimmungen.

Für individuelle Beratung zu Flottenelektrifizierung, Ladeinfrastruktur sowie

Wirtschaftsverfahren sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen wenden Sie sich bitte

an qualifizierte Mobilitätsexperten sowie Logistikberater.

Alle Angaben ohne Gewehr.

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