Hallo zusammen, hier ist wieder eure Solaria, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Heute haben wir ein Thema, das gerade im Sommer richtig aktuell ist,
Solarenergie sowie Klimaanlagen.
Wie ihr eure Kühlung mit Sonnenstrom betreibt. Das ist wirklich clever,
denn genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint, braucht ihr auch die meiste Kühlung.
Natürlich ist auch wieder unser Experte Maik Marx dabei. Maik,
freut mich, dass du da bist. Freut mich, dass...
Hallo Solaria! Hallo liebe Hörerinnen! Hallo liebe Hörer!
Ja, das freut mich auch sehr. Das Thema heute ist wirklich perfekt getimt.
Denn Solarenergie sowie Klimaanlagen sind ein absolutes Dreamteam.
Die Sonne, die uns zum Schwitzen bringt, liefert gleichzeitig die Energie für
unsere Kühlung. Das ist Ironie der Natur, aber technisch genial gelöst.
Ein Dream-Team, das gefällt mir. Aber lass uns mal konkret werden.
Wie viel Strom verbraucht denn eine Klimaanlage?
Das hängt von der Größe sowie dem Typ ab. Eine moderne Split-Klimaanlage für
ein Zimmer verbraucht etwa 0,5 bis 1,5 Kilowattstunden pro Stunde.
Bei 8 Stunden Laufzeit am Tag sind das 4 bis 12 Kilowattstunden täglich.
In einem heißen Sommer mit 60 Kühlungstagen kommen da schnell 240 bis 720 kWh zusammen.
Bei 30 Cent pro kWh sind das 72 bis 216 Euro zusätzliche Stromkosten pro Sommer.
72 bis 216 Euro zusätzlich. Das ist schon eine ordentliche Summe.
Aber wie kann Solarenergie da helfen?
Solarenergie ist die perfekte Lösung.
Klimaanlagen laufen hauptsächlich tagsüber, wenn die Sonne scheint.
Eine 5-Kilowatt-Peak-Solaranlage erzeugt an sonnigen Sommertagen 6 bis 8 Stunden
lang 3 bis 5 Kilowatt Leistung.
Das reicht locker für eine oder sogar mehrere Klimaanlagen.
Ihr kühlt praktisch kostenlos mit Sonnenstrom.
Kostenlos kühlen mit Sonnenstrom. Das klingt fantastisch.
Aber funktioniert das auch bei bewölktem Himmel?
Auch bei bewölktem Himmel erzeugen Solaranlagen noch 20 bis 50 Prozent ihrer Nennleistung.
Das reicht oft noch für den Grundbetrieb der Klimaanlage.
Außerdem sind bewölkte Tage meist kühler, sodass weniger Kühlung nötig ist.
Bei längeren bewölkten Phasen springt automatisch der Netzstrom ein.
Ihr habt immer Kühlung, wenn ihr sie braucht.
Das ist beruhigend. Aber welche Arten von Klimaanlagen gibt es denn?
Es gibt verschiedene Typen. Split-Klimaanlagen sind am effizientesten.
Sie haben ein Außengerät sowie ein oder mehrere Innengeräte.
Mobile Klimageräte sind flexibel, aber weniger effizient.
Zentrale Klimaanlagen kühlen das ganze Haus, brauchen aber viel Strom.
Besonders interessant sind reversible Wärmepumpen. Die können heizen sowie kühlen.
Reversible Wärmepumpen? Das klingt interessant. Wie funktioniert das?
Wärmepumpen können ihren Kreislauf umkehren. Im Winter entziehen sie der Außenluft
Wärme sowie heizen das Haus.
Im Sommer entziehen sie dem Haus Wärme sowie geben sie nach außen ab.
Das ist Kühlung. Moderne Luftwasserwärmepumpen können sowohl über Fußbodenheizung
heizen als auch über Gebläsekonvektoren kühlen.
Das ist sehr effizient.
Heizen sowie kühlen mit einem Gerät. Das ist praktisch. Aber wie effizient ist
das Kühlen mit Wärmepumpen?
Sehr effizient. Wärmepumpen haben beim Kühlen eine Leistungszahl von 3 bis 6.
Das bedeutet, aus 1 Kilowatt Strom werden 3 bis 6 Kilowatt Kühlleistung.
Split-Klimaanlagen erreichen ähnliche Werte.
Mobile Klimageräte sind schlechter. Sie haben nur Leistungszahlen von 2 bis 3.
Deshalb sind fest installierte Geräte immer die bessere Wahl.
Leistungszahl von 3 bis 6, das ist ja sehr effizient. Aber wie groß muss die
Solaranlage für eine Klimaanlage sein?
Das hängt von der Kühlleistung ab. Eine 2,5 Kilowatt Klimaanlage braucht etwa 0,8 Kilowatt Strom.
Dafür reichen 1 bis 1 5 Kilowatt Peak Solarleistung.
Eine größere 5 Kilowatt Klimaanlage braucht etwa 1,5 Kilowatt Strom,
dafür braucht ihr 2 bis 3 Kilowatt Peak Solarleistung.
Als Faustregel pro Kilowatt Kühlleistung braucht ihr etwa 0,5 Kilowatt Peak Solarleistung.
0,5 Kilowatt Peak pro Kilowatt Kühlleistung. Das ist eine gute Faustregel.
Aber was ist mit Batteriespeichern? Brauche ich die für Klimaanlagen?
Batteriespeicher sind nicht zwingend nötig, aber sehr sinnvoll.
Klimaanlagen laufen oft bis in den Abend, wenn die Solarproduktion nachlässt.
Ein Batteriespeicher kann den tagsüber erzeugten Solarstrom für abends speichern.
Außerdem könnt ihr bei Stromausfällen weiter kühlen. Das ist bei Hitzewellen
sehr wichtig für die Gesundheit.
Das ist ein wichtiger Punkt. Aber wie groß sollte so ein Batteriespeicher sein?
Für eine Klimaanlage reicht meist ein 5 bis 10 Kilowattstunden Speicher.
Das entspricht etwa 5 bis 10 Stunden Kühlbetrieb am Abend.
Größere Häuser mit mehreren Klimaanlagen brauchen entsprechend größere Speicher.
5 bis 20 Kilowattstunden.
Wichtig ist auch die Entladeleistung. Der Speicher muss die Spitzenlasten der
Klimaanlage liefern können.
5 bis 20 Kilowattstunden, das ist überschaubar. Aber gibt es auch spezielle Solarklimaanlagen?
Ja, es gibt DC-Klimaanlagen, die direkt mit Gleichstrom aus Solarmodulen betrieben werden.
Sie brauchen keinen Wechselrichter, sind dadurch effizienter.
Allerdings sind sie teurer sowie weniger flexibel.
Normale AC-Klimaanlagen mit Solaranlage sowie Wechselrichter sind meist die bessere Lösung.
Sie sind günstiger, flexibler sowie können auch mit Netzstrom betrieben werden.
AC-Klimaanlagen mit Solaranlage, das klingt praktischer.
Aber wie sieht es mit der Steuerung aus? Kann ich das automatisieren?
Moderne Smart Home Systeme können Solarproduktion sowie Klimaanlagen intelligent verknüpfen.
Wenn viel Solarstrom verfügbar ist, wird die Klimaanlage automatisch eingeschaltet
oder die Temperatur abgesenkt.
Bei wenig Solarstrom wird die Kühlung reduziert oder auf Batteriespeicher umgeschaltet.
Das maximiert den Eigenverbrauch sowie minimiert die Stromkosten.
Smart Home-Steuerung, das ist die Zukunft. Aber funktioniert das auch mit älteren Klimaanlagen?
Ältere Klimaanlagen können mit smarten Steckdosen oder Infrarot-Controller nachgerüstet werden.
Diese Geräte können die Klimaanlage fernsteuern, ein- sowie ausschalten, Temperaturen ändern.
Moderne Klimaanlagen haben meist
schon WLAN sowie können direkt ins Smart Home-System eingebunden werden.
Das ist komfortabler sowie zuverlässiger.
Das ist praktisch. Aber wie sieht es mit verschiedenen Kühlungsarten aus?
Was ist aktive sowie passive Kühlung?
Aktive Kühlung bedeutet, die Wärmepumpe arbeitet aktiv sowie entzieht dem Haus Wärme.
Das ist sehr effektiv, braucht aber Strom.
Passive Kühlung nutzt die natürliche Kühle des Erdreichs oder Grundwassers.
Erdwärmepumpen können im Sommer die Wärme ins Erdreich ableiten,
ohne dass der Kompressor läuft.
Das ist sehr energiesparend, funktioniert aber nur bei Erdwärmepumpen.
Passive Kühlung mit Erdwärme, das ist clever. Aber was kostet so eine Kombination
aus Solaranlage sowie Klimaanlage?
Eine 5 Kilowatt-Peak-Solaranlage kostet etwa 8000 bis 12.000 Euro.
Eine gute Split-Klimaanlage kostet 1500 bis 3000 Euro. Ein 10 Kilowattstunden
Batteriespeicher kostet etwa 8000 bis 12.000 Euro.
Insgesamt solltet ihr mit 15.000 bis 25.000 Euro rechnen.
Das klingt viel, aber die Anlage amortisiert sich durch gesparte Stromkosten
sowie höheren Wohnkomfort.
15.000 bis 25.000 Euro. Das ist eine Investition. Aber rechnet sich das denn?
Absolut. Die Solaranlage spart nicht nur Kühlungskosten, sondern auch alle anderen Stromkosten.
Bei 5000 Kilowattstunden Jahresverbrauch
sowie 30 Cent pro Kilowattstunde spart ihr 1500 Euro jährlich.
Die Klimaanlage erhöht den Wohnkomfort erheblich. Das ist unbezahlbar.
Außerdem steigt der Immobilienwert durch moderne Haustechnik.
Das ist eine gute Rechnung. Aber gibt es auch Förderungen für solche Systeme?
Ja, verschiedene. Solaranlagen werden über KfW-Kredite gefördert.
Wärmepumpen bekommen bis zu 70% Zuschuss vom BAFA.
Batteriespeicher werden regional gefördert. Seit 2023 sind kleine Solaranlagen
von der Mehrwertsteuer befreit.
Das spart 19%. Außerdem könnt ihr die Handwerkerkosten steuerlich absetzen.
70% Zuschuss für Wärmepumpen. Das ist ja fantastisch.
Aber wie sieht es mit der Installation aus? Ist das kompliziert?
Die Installation sollte vom Fachmann gemacht werden.
Solaranlagen brauchen einen Elektriker, Klimaanlagen einen Kältetechniker.
Bei Wärmepumpen kommt noch ein Heizungsbauer dazu.
Viele Firmen bieten alles aus einer Hand an. Das ist einfacher sowie günstiger.
Die Installation dauert meist nur wenige Tage.
Alles aus einer Hand. Das ist praktisch. Aber wie sieht es mit der Wartung aus?
Solaranlagen sind sehr wartungsarm. Einmal jährlich reinigen sowie prüfen reicht.
Klimaanlagen brauchen regelmäßige Wartung. Filter reinigen, Kältemittel prüfen, Kondensator säubern.
Das sollte jährlich gemacht werden, kostet etwa 100 bis 200 Euro.
Wärmepumpen brauchen ähnliche Wartung. Insgesamt ist der Aufwand überschaubar.
100 bis 200 Euro Wartung. Das ist überschaubar. Aber wie sieht die Zukunft aus?
Werden Solarklimaanlagen Standard?
Ich bin überzeugt davon. Der Klimawandel macht Kühlung immer wichtiger.
Gleichzeitig werden Solaranlagen immer günstiger. In südlichen Ländern sind
Solarklimaanlagen schon weit verbreitet.
Auch in Deutschland wird das kommen. spätestens wenn die Strompreise weiter steigen.
Wer jetzt investiert, ist der Zeit voraus.
Das sind spannende Aussichten. Aber gibt es auch Nachteile, die man bedenken sollte?
Wenige, aber einige. Die Anschaffungskosten sind hoch, auch wenn sich das langfristig rechnet.
Klimaanlagen können laut sein. Das sollte man bei der Planung bedenken.
Außerdem können sie die Luft austrocknen.
Regelmäßiges Lüften ist wichtig. aber die Vorteile überwiegen deutlich,
besonders bei steigenden Temperaturen sowie Strompreisen.
Das sind überschaubare Nachteile. Vielen Dank, Maik, für diese coolen Einblicke
in die Welt der solaren Kühlung.
Sehr gerne, Solaria. Es hat mir wieder große Freude bereitet,
über diese zukunftsweisenden Technologien zu sprechen.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das war unsere 33. Folge über Solarenergie sowie Klimaanlagen.
Ein wirklich faszinierendes Thema, wie die Sonne uns gleichzeitig heiß macht sowie kühlt.
Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare, eure Fragen.
Schreibt uns gerne, ob ihr schon über Solarklimaanlagen nachgedacht habt oder
ob ihr bereits Erfahrungen gemacht habt.
In der nächsten Folge sprechen wir übrigens über Solarenergie sowie Elektroheizungen,
wie Infrarotheizungen mit Solarstrom eine Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen werden.
Das wird richtig interessant.
Bis zur nächsten Folge. Bleibt cool.
Auf Wiederhören, liebe Leute. Die in diesem Podcast geteilten Informationen
dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Solarenergie,
Klimaanlagen sowie deren Kombination.
Sie stellen keine Energieberatung, Klimatechnikberatung oder Installationsberatung dar.
Klimaanlagen sowie Solaranlagen unterliegen technischen sowie sicherheitsrelevanten Bestimmungen.
Für individuelle Beratung zur Dimensionierung, Installation.
Installation sowie Wartung, wenden
Sie sich bitte an qualifizierte Energieberater sowie Klimatechniker.
Alle Angaben ohne Gewehr.