Guten Tag zusammen, hier ist wieder eure Solaria. Ich freue mich riesig,
dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Heute haben wir ein Thema, das wirklich jeden betrifft, der über eine Solaranlage
nachdenkt. Wir sprechen über die verschiedenen Solarmodule.
Monokristallin, Polikristallin, Dünnschicht.
Was ist besser? Was ist günstiger? Was passt zu eurem Dach? Natürlich ist auch
wieder unser Experte Maik Marx dabei.
Maik, schön, dass du da bist.
Hallo Solaria! Hallo liebe Hörerinnen! Hallo liebe Hörer! Ja,
das freut mich auch sehr.
Das Thema heute ist wirklich fundamental, denn die Wahl der richtigen Solarmodule
entscheidet über Ertrag, Kosten sowie Lebensdauer eurer Anlage.
Es ist wie beim Autokauf.
Ihr müsst wissen, welcher Typ zu euren Bedürfnissen passt.
Das ist ein guter Vergleich. Aber lass uns mal ganz von vorne anfangen.
Was sind denn überhaupt die Unterschiede zwischen diesen Modultypen?
Der Hauptunterschied liegt in der Kristallstruktur des Siliziums.
Monokristalline Module bestehen aus einem einzigen perfekten Siliziumkristall.
Das ist wie ein makellos geschliffener Diamant. Sehr rein, sehr effizient.
Polykristalline Module bestehen aus vielen kleinen Kristallen,
die zusammengeschmolzen wurden.
Dünnschichtmodule verwenden eine ganz andere Technologie. Hier wird eine hauchdünne
Schicht aus verschiedenen Materialien auf ein Trägermaterial aufgebracht.
Aha, das heißt die Herstellung ist völlig unterschiedlich?
Genau. Monokristalline Module sind am aufwendigsten herzustellen.
Das Silizium muss extrem rein sein, wird zu einem einzigen Kristall gezüchtet,
dann in dünne Scheiben geschnitten.
Das ist sehr energieintensiv, aber das Ergebnis ist perfekt.
Polykristalline Module sind einfacher. Hier wird Silizium geschmolzen,
in Blöcke gegossen, dann geschnitten.
Weniger aufwendig, aber auch weniger perfekt.
Dünnschicht-Module werden wie ein Drucker hergestellt, das Material wird auf
große Glasplatten aufgedampft oder gespritzt.
Das klingt ja wie drei völlig verschiedene Welten. Aber was bedeutet das für mich als Kunde?
Welche Vor- sowie Nachteile haben die verschiedenen Typen?
Fangen wir mit monokristallinen Modulen an.
Der große Vorteil ist der hohe Wirkungsgrad. Moderne Module erreichen über 23 Prozent.
Das bedeutet, ihr braucht weniger Dachfläche für die gleiche Leistung.
Sie funktionieren auch bei schwachem Licht sehr gut, haben eine lange Lebensdauer von über 25 Jahren.
Der Nachteil sind die höheren Kosten, etwa 20 bis 30 Prozent teurer als polykristalline Module.
23 Prozent Wirkungsgrad. Das klingt beeindruckend. Aber was heißt das konkret?
Das bedeutet, dass 23% der Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden.
Ein typisches 400 Watt Modul hat etwa 2 Quadratmeter Fläche.
Mit monokristallinen Modulen bekommt ihr also 200 Watt pro Quadratmeter.
Bei polykristallinen Modulen sind es etwa 180 Watt pro Quadratmeter.
Das klingt nach wenig Unterschied, aber bei einer ganzen Anlage macht das viel aus.
Das stimmt. Aber erzähl mal mehr über Polykristalline Module.
Sind die wirklich schlechter?
Polykristalline Module sind nicht schlechter, sondern anders.
Sie haben einen Wirkungsgrad von etwa 18 bis 20 Prozent.
Immer noch sehr gut. Der große Vorteil sind die niedrigeren Kosten.
Ihr spart etwa 20 bis 30 Prozent gegenüber monokristallinen Modulen.
Außerdem sind sie robuster gegen Temperaturschwankungen, haben eine etwas bessere
Ökobilanz bei der Herstellung.
Robuster gegen Temperaturschwankungen. Das ist interessant.
Aber wie erkenne ich denn die verschiedenen Module?
Das ist ganz einfach. Monokristalline Module sind meist schwarz oder sehr dunkelblau,
haben eine einheitliche Farbe.
Die Zellen sehen aus wie perfekte Quadrate mit abgerundeten Ecken.
Polykristalline Module sind hellblau, haben eine kristalline Struktur,
die wie Schneeflocken aussieht.
Man sieht die verschiedenen Kristalle schimmern.
Dünnschicht-Module sind meist einheitlich schwarz oder braun,
ohne sichtbare Zellstruktur.
Das ist eine gute Orientierung, aber was ist mit Dünnschicht-Modulen?
Die hört man ja seltener.
Dünnschicht-Module sind ein interessantes Thema. Sie haben den niedrigsten Wirkungsgrad,
nur etwa 10 bis 12 Prozent.
Dafür sind sie sehr flexibel einsetzbar, funktionieren gut bei diffusem Licht,
sind unempfindlich gegen Verschattung.
Außerdem sind sie leichter, wichtig bei Dächern mit geringer Traglast.
Der große Nachteil ist der hohe Flächenbedarf. Ihr braucht doppelt so viel Dachfläche
wie bei kristallinen Modulen.
Doppelt so viel Fläche? Das ist ja ein gewaltiger Unterschied.
Wann macht das trotzdem Sinn?
Dünnschichtmodule machen Sinn bei großen Dächern mit geringer Traglast.
Zum Beispiel Lagerhallen, Supermärkte. Auch bei Dächern mit viel Verschattung
können sie Vorteile haben, weil sie weniger empfindlich sind.
Außerdem bei speziellen Anwendungen.
Gebäudeintegrierte Photovoltaik, flexible Module für Wohnmobile oder Boote.
Das sind interessante Nischenbereiche. Aber für normale Hausdächer, was empfiehlst du da?
Für normale Hausdächer empfehle ich meist monokristalline oder polykristalline Module.
Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab. Habt ihr ein kleines Dach,
wenig Platz, dann Monokristallin, höchster Ertrag pro Quadratmeter.
Habt ihr ein großes Dach, wollt Kosten sparen, dann Polykristallin,
bestes Preis-Leistungsverhältnis.
Das macht Sinn. Aber wie groß sind denn die Preisunterschiede konkret?
Aktuell kostet ein 400-Watt-Modul Monokristallin etwa 120 bis 150 Euro.
Polykristallin etwa 90 bis 120 Euro Dünnschicht etwa 80 bis 100 Euro Aber Vorsicht,
ihr müsst die Kosten pro Wattpeak vergleichen
Monokristallin etwa 0,30 bis 0,38 Euro pro Watt.
Polykristallin etwa 0,23 bis 0,30 Euro pro Watt.
Dünnschicht etwa 0,40 bis 0,50 Euro pro Watt wegen des niedrigen Wirkungsgrads.
Interessant. Dünnschicht ist also gar nicht am günstigsten, wenn man es richtig rechnet?
Genau. Pro Watt installierter Leistung sind Dünnschichtmodule oft am teuersten.
Dazu kommt der höhere Aufwand für Unterkonstruktion, Verkabelung,
Wechselrichter, weil ihr mehr Module braucht.
Deshalb setzen sich kristalline Module immer mehr durch.
Der Marktanteil von Dünnschicht ist auf unter 5% gesunken.
Das erklärt, warum man sie so selten sieht. Aber gibt es noch andere Unterschiede, die wichtig sind?
Ja, durchaus. Ein wichtiger Punkt ist das Verhalten bei hohen Temperaturen.
Alle Solarmodule verlieren bei Hitze an Leistung aber unterschiedlich stark.
Monokristalline Module verlieren etwa 0,4% pro Grad Celsius.
Polykristalline etwa 0,45%, Dünnschicht nur etwa 0,2 bis 0,3%.
In sehr heißen Regionen können Dünnschichtmodule
deshalb trotz niedrigerem Wirkungsgrad konkurrenzfähig sein.
Das ist ein wichtiger Punkt für heiße Sommer. Aber wie sieht es mit der Lebensdauer aus?
Alle modernen Solarmodule haben sehr lange Lebensdauern.
Monokristalline sowie polykristalline Module haben meist 25 Jahre Leistungsgarantie,
nach 25 Jahren noch mindestens 80% der ursprünglichen Leistung.
In der Praxis halten sie oft 30 bis 40 Jahre.
Dünnschichtmodule haben teilweise kürzere Garantien, aber auch hier sind 25
Jahre Standard geworden.
25 Jahre Garantie, das ist ja eine sehr lange Zeit. Aber verschleißen die Module unterschiedlich?
Der Verschleiß ist bei allen Modultypen sehr gering.
Kristalline Module können durch Mikrorisse in den Zellen leicht an Leistung verlieren.
Dünnschichtmodule durch Korrosion der dünnen Schichten. Aber moderne Module sind sehr robust.
Wichtiger ist die Qualität des Herstellers, die Verarbeitung, die Installation.
Ein gut installiertes polykristallines Modul hält länger als ein schlecht installiertes Monokristallins.
Das ist ein wichtiger Punkt. Qualität ist also wichtiger als der Modultyp.
Absolut. Ich empfehle immer, auf etablierte Hersteller zu setzen.
Tier 1-Hersteller wie Longy, Trina Solar, Ja Solar, Canadian Solar haben jahrzehntelange
Erfahrung, weltweite Garantien, lokale Servicepartner.
Billige No-Name-Module können teuer werden, wenn der Hersteller verschwindet
oder keine Ersatzteile liefert.
Tier 1-Hersteller, das ist ein guter Tipp. Aber gibt es auch deutsche Hersteller?
Ja, gibt es. SolarWatt aus Dresden stellt hochwertige Glas-Glas-Module her.
Mayer Burger produziert in Deutschland Heterojunction-Module mit über 22% Wirkungsgrad.
Auch Heckert Solar, Luxor Solar sind deutsche Marken.
Deutsche Module sind oft etwas teurer, aber haben kurze Lieferwege,
deutschen Service, unterstützen heimische Arbeitsplätze.
Deutsche Qualität hat ihren Preis, aber auch ihre Vorteile.
Aber mal eine praktische Frage, kann ich verschiedene Modultypen mischen?
Grundsätzlich ja, aber es ist nicht optimal. Verschiedene Modultypen haben unterschiedliche
elektrische Eigenschaften.
Spannung, Strom, Temperaturverhalten. Wenn ihr sie in einem String verschaltet,
bestimmt das schwächste Modul die Leistung aller anderen.
Besser ist es, verschiedene Modultypen in separaten Strings zu betreiben oder
Leistungsoptimierer zu verwenden.
Leistungsoptimierer sind kleine Geräte, die an jedes Modul angeschlossen werden.
Sie sorgen dafür, dass jedes Modul unabhängig arbeitet, optimieren die Leistung individuell.
So könnt ihr verschiedene Modultypen mischen, Verschattung kompensieren,
defekte Module isolieren. modulieren.
Kostet etwa 50 bis 80 Euro pro Modul, aber kann sich lohnen bei komplexen Dächern.
50 bis 80 Euro pro Modul. Das summiert sich. Wann lohnt sich das?
Leistungsoptimierer lohnen sich bei Verschattung verschiedenen Dachausrichtungen,
unterschiedlichen Modultypen.
Auch für Monitoring sind sie praktisch. Ihr seht die Leistung jedes einzelnen
Moduls. Könnt Probleme schnell erkennen.
Bei einfachen Anlagen ohne Verschattung sind sie meist nicht nötig.
Das ist eine gute Orientierung. Apropos Angebot. Wir haben wieder etwas Besonderes für unsere Hörer, oder?
Ja!
Wer sich für die optimalen Solarmodule interessiert, bekommt von uns eine kostenlose
Modulvergleichsanalyse im Wert von 500 Euro.
Einfach mit dem Code PODCAST30 bei uns melden.
500 Euro, das ist wirklich großzügig. Da schauen die Experten genau,
welche Module für das jeweilige Dach optimal sind, richtig?
Genau. Wir analysieren die Dachfläche, die Ausrichtung, mögliche Verschattungen.
Dann berechnen wir für verschiedene Modultypen den Ertrag, die Kosten,
die Wirtschaftlichkeit.
Außerdem empfehlen wir konkrete Hersteller sowie Modelle zeigen Finanzierungsmöglichkeiten auf.
Komplett kostenlos, völlig unverbindlich.
Das ist ein fantastisches Angebot. Liebe Hörer, nutzt das unbedingt. Der Code ist PODCAST30.
Maik, eine Frage beschäftigt mich noch. Wie entwickeln sich die Modultypen in der Zukunft?
Die Entwicklung ist sehr spannend. Monokristalline Module werden immer effizienter.
Über 25% Wirkungsgrad sind in Sicht.
Neue Technologien wie Heterojunction, Topcon, Perowski-Tandemzellen versprechen
noch höhere Wirkungsgrade.
Polykristalline Module werden weniger wichtig, weil der Preisunterschied zu
Monokristallinen schrumpft.
Dünnschicht erlebt eine Renaissance bei flexiblen Anwendungen.
Über 25 Prozent Wirkungsgrad. Das ist ja fantastisch. Aber werden die Module auch günstiger?
Die Preise fallen kontinuierlich. In den letzten zehn Jahren sind Modulpreise
um über 80 Prozent gefallen.
Dieser Trend setzt sich fort, wenn auch langsamer.
Gleichzeitig steigt die Qualität, die Lebensdauer, der Wirkungsgrad.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird also immer besser.
Das sind tolle Aussichten. Vielen Dank, Maik, für diese umfassende Übersicht
über die verschiedenen Solarmodule.
Sehr gerne, Solaria. Es hat mir wieder große Freude bereitet,
über diese wichtigen technischen Grundlagen zu sprechen.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das war unsere 30.
Folge über Solarmodule im Vergleich. Wenn euch das Thema interessiert,
vergesst nicht den Code PODCAST30 für die kostenlose Analyse.
Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare, eure Fragen. Schreibt uns gerne,
welche Module ihr habt oder welche ihr plant.
In der nächsten Folge sprechen wir übrigens über Solarenergie für Handwerker,
wie Betriebsgebäude optimal genutzt werden können.
Da gibt es richtig interessante Möglichkeiten für Gewerbetreibende.
Bis zur nächsten Folge. Bleibt wissbegierig.
Auf Wiederhören, liebe Leute.
Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen
Information über Solarmodule sowie deren technische Eigenschaften.
Sie stellen keine Fachberatung, Planungsberatung oder Genehmigungsberatung dar.
Solarmodule sowie deren Auswahl unterliegen technischen sowie wirtschaftlichen Bewertungen.
Für individuelle Beratung zur Modulauswahl, Installation sowie Wirtschaftlichkeit
wenden Sie sich bitte an qualifizierte Solartechniker sowie Energieberater.
Einfach. Alle Angaben ohne Gewehr.