Servus zusammen! Hier ist wieder eure Solaria. Ich freue mich riesig,
dass ihr wieder dabei seid.
Heute haben wir ein Thema, das wirklich jeden betrifft, der sich für Solarenergie interessiert.
Wir sprechen über Energiegemeinschaften, Bürgerenergiegenossenschaften,
also wie ihr euch mit euren Nachbarn zusammentun könnt, um gemeinsam von Solarenergie zu profitieren.
Das ist nicht nur günstiger, sondern macht auch richtig Spaß.
Natürlich ist auch wieder unser Experte Maik Marx dabei. Maik, schön, dass du da bist.
Hallo Solaria, hallo liebe Hörerinnen, hallo liebe Hörer. Ja,
das freut mich auch sehr.
Das Thema heute ist wirklich spannend, weil es zeigt, wie Gemeinschaft die Energiewende vorantreibt.
Energiegemeinschaften sind der Schlüssel für eine dezentrale demokratische Energieversorgung.
Stell dir vor, du und deine Nachbarn betreibt gemeinsam eine große Solaranlage
auf dem Dach der örtlichen Schule oder auf einer Freifläche.
Das klingt ja toll. Aber lass uns mal ganz von vorne anfangen.
Was ist denn überhaupt eine Energiegemeinschaft?
Eine Energiegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen,
die gemeinsam Energie erzeugen, speichern oder verbrauchen.
Das können Privatpersonen sein, kleine Unternehmen, Gemeinden oder Vereine.
Das Besondere ist, alle Mitglieder profitieren von günstigerem Strom,
haben aber auch ein Mitspracherecht bei den Entscheidungen.
Es ist wie eine kleine Demokratie für Energie.
Aha, das heißt, ich muss nicht alleine eine Solaranlage kaufen,
sondern kann mich mit anderen zusammentun?
Genau, das hat viele Vorteile. Erstens könnt ihr euch größere,
effizientere Anlagen leisten.
Eine große Anlage kostet pro Kilowatt weniger als viele kleine.
Zweitens teilt ihr euch die Kosten für Wartung, Versicherung, Verwaltung.
Drittens habt ihr mehr Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten,
Installateuren, Energieversorgern.
Das macht Sinn. Aber wie funktioniert das rechtlich? Kann ich einfach mit meinen
Nachbarn eine Energiegemeinschaft gründen?
In Deutschland gibt es verschiedene Rechtsformen. Die beliebteste ist die eingetragene
Genossenschaft, kurz EG.
Eine Genossenschaft ist demokratisch organisiert. Jedes Mitglied hat eine Stimme,
egal wie viele Anteile es besitzt.
Alternativ gibt es Vereine, GmbHs oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts.
Jede Form hat ihre Vor- sowie Nachteile.
Genossenschaft klingt interessant. Wie gründe ich denn so etwas?
Für eine Genossenschaft braucht ihr mindestens drei Gründungsmitglieder.
Ihr müsst eine Satzung erstellen, einen Vorstand wählen, einen Aufsichtsrat bestellen.
Dann erfolgt die Eintragung ins Genossenschaftsregister.
Das klingt kompliziert, aber es gibt viele Beratungsstellen, die dabei helfen.
Der Deutsche Genossenschafts- sowie Raiffeisenverband bietet Unterstützung an.
Das beruhigt mich. Aber was kostet mich das? Muss ich viel Geld investieren?
Das kommt auf die Größe der Gemeinschaft an. Bei einer Genossenschaft kauft
jedes Mitglied Anteile, meist zwischen 500 bis 2000 Euro pro Anteil.
Dafür bekommt ihr dann günstigen Strom. Oft eine kleine Dividende,
vor allem aber das gute Gefühl, die Energiewende aktiv mitzugestalten.
500 bis 2000 Euro, das ist ja viel weniger als eine eigene Solaranlage.
Aber bekomme ich dann auch wirklich günstigen Strom?
Absolut! Gut. Energiegemeinschaften können ihren Mitgliedern Strom zu Gestehungskosten anbieten.
Das sind oft nur 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, während der normale Strompreis bei über 30 Cent liegt.
Das ist eine Ersparnis von mehr als der Hälfte.
Mehr als die Hälfte sparen. Das ist ja unglaublich.
Aber funktioniert das auch, wenn die Sonne mal nicht scheint?
Gute Frage. Energiegemeinschaften haben meist mehrere Standbeine.
Neben Solaranlagen betreiben sie oft auch Windräder, Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen.
Außerdem haben sie Batteriespeicher, Verträge mit anderen Energiegemeinschaften
für den Stromaustausch.
So ist immer genug Energie da.
Das ist ja ein ganzes Energiesystem. Aber wie kompliziert ist das für mich als Mitglied?
Für dich als Mitglied ist es ganz einfach. Du bekommst eine normale Stromrechnung,
zahlst deine Beiträge, gehst einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung.
Den ganzen technischen Kram machen Profis.
Viele Energiegemeinschaften haben hauptamtliche Geschäftsführer oder arbeiten
mit Dienstleistern zusammen.
Das klingt unkompliziert, aber gibt es auch Nachteile oder Risiken?
Wie bei jeder Investition gibt es Risiken.
Anlagen können kaputt gehen, das Wetter kann schlecht sein, politische Rahmenbedingungen
können sich ändern, aber Energiegemeinschaften sind meist sehr konservativ kalkuliert.
Die meisten deutschen Energiegenossenschaften haben seit Jahren stabile Erträge,
zahlen regelmäßig Dividenden.
Das beruhigt mich. Aber mal eine andere Frage. Kann ich auch mitmachen,
wenn ich zur Miete wohne?
Ja, das ist sogar ein großer Vorteil von Energiegemeinschaften.
Als Mieter kannst du normalerweise keine eigene Solaranlage installieren.
Aber du kannst Mitglied einer Energiegemeinschaft werden, bekommst günstigen
Ökostrom, hilfst bei der Energiewende mit.
Viele Genossenschaften haben extra Programme für Mieter.
Das ist ja perfekt für Mieter. Aber wie finde ich denn eine Energiegemeinschaft in meiner Nähe?
Es gibt verschiedene Plattformen im Internet. Das Bündnis Bürgerenergie hat
eine Karte mit allen Energiegemeinschaften in Deutschland.
Auch der Bundesverband der Energie- sowie Klimaschutzagenturen hilft bei der Suche.
Oft gibt es auch lokale Initiativen, die in Zeitungen oder auf Gemeindeversammlungen werben.
Aber was ist, wenn es in meiner Gegend noch keine Energiegemeinschaft gibt?
Dann könnt ihr selbst eine gründen. Das ist gar nicht so schwer.
Ihr braucht ein paar engagierte Mitstreiter, ein geeignetes Projekt,
zum Beispiel das Dach der örtlichen Turnhalle, dann kann es losgehen.
Viele bestehende Energiegemeinschaften helfen gerne bei der Gründung neuer Initiativen.
Selbst gründen, das ist eine tolle Idee. Aber welche Projekte eignen sich denn besonders gut?
Schulen sind sehr beliebt, weil sie große Dächer haben, tagsüber viel Strom
verbrauchen, die Gemeinde meist kooperativ ist.
Auch Supermärkte, Sporthallen, Industriegebäude eignen sich gut.
Bei Freiflächen-Solarparks könnt ihr richtig große Projekte realisieren,
braucht aber mehr Kapital, mehr Genehmigungen.
Interessant, aber wie groß sollte so eine Anlage sein?
Das hängt von der Anzahl der Mitglieder ab. Eine typische Dachanlage hat 100
bis 500 Kilowatt, versorgt etwa 50 bis 200 Haushalte.
Freiflächen-Solarparks können mehrere Megawatt haben, versorgen tausende Haushalte.
Wichtig ist, dass Erzeugung sowie Verbrauch ungefähr im Gleichgewicht sind.
Tausende Haushalte, das sind ja richtig große Projekte. Aber braucht man dafür
nicht Millionen von Euro?
Große Projekte kosten tatsächlich viel Geld.
Aber Energiegemeinschaften haben verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.
Neben den Mitgliedsbeiträgen gibt es Bankkredite, Fördermittel,
Crowdfunding-Plattformen.
Manche Genossenschaften geben auch Nachrangdarlehen aus, zahlen höhere Zinsen
als normale Sparbücher.
Crowdfunding für Solaranlagen, das ist ja modern. Aber wie sicher sind solche Investitionen?
Solaranlagen sind sehr sichere Investitionen. Die Sonne scheint kostenlos,
die Technik ist ausgereift, die Erträge sind gut kalkulierbar.
Energiegemeinschaften haben meist Versicherungen gegen Schäden, Ertragsausfälle.
Außerdem sind sie oft regional verwurzelt, die Mitglieder kennen sich,
passen aufeinander auf.
Das klingt vertrauenswürdig. Aber wie ist das mit den Steuern?
Muss ich als Mitglied Steuern zahlen?
Als Mitglied einer Genossenschaft musst du nur die Dividende versteuern, falls du eine bekommst.
Das sind meist nur wenige Euro im Jahr.
Die Genossenschaft selbst zahlt Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer.
Aber es gibt viele Freibeträge, Vergünstigungen für gemeinnützige Zwecke.
Das ist überschaubar. Aber mal eine praktische Frage. Wie läuft das mit dem Stromzähler?
Brauche ich einen speziellen?
Du brauchst einen normalen Stromzähler, wie jeder andere Haushalt auch.
Die Energiegemeinschaft ist dein Stromlieferant, rechnet mit dir ab wie jeder
andere Energieversorger.
Technisch läuft alles über das normale Stromnetz, nur der Strom kommt aus der Gemeinschaftsanlage.
Aha, das ist einfacher als gedacht. Aber was passiert, wenn ich umziehe?
Kann ich meine Mitgliedschaft mitnehmen?
Das kommt auf die Satzung der Genossenschaft an. Manche haben nur lokale Mitglieder.
Andere liefern deutschlandweit. Wenn du umziehst, kannst du meist deine Anteile
verkaufen oder ruhen lassen.
Viele Energiegemeinschaften sind auch untereinander vernetzt,
helfen bei der Vermittlung.
Das ist flexibel.
Aber gibt es auch steuerliche Vorteile für Energiegemeinschaften?
Ja, durchaus. Energiegenossenschaften können als gemeinnützig anerkannt werden,
zahlen dann weniger Steuern.
Mitglieder können ihre Anteile als Kapitalanlage behandeln, profitieren von
Freibeträgen bei den Kapitalerträgen.
Außerdem gibt es verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern, Kommunen.
Förderungen sind immer gut. Aber wie entwickelt sich der Markt?
Werden Energiegemeinschaften immer wichtiger?
Absolut. Die EU hat Energiegemeinschaften als wichtigen Baustein der Energiewende erkannt.
Deutschland muss bis 2026 entsprechende Gesetze schaffen.
Experten erwarten einen Boom bei Energiegemeinschaften.
Schon jetzt gibt es über 1000 Energiegenossenschaften in Deutschland.
Über 1000. Das ist ja schon eine richtige Bewegung. Aber funktioniert das auch
in der Stadt oder nur auf dem Land?
Energiegemeinschaften funktionieren überall. In der Stadt gibt es oft mehr Verbrauch,
weniger Platz für Anlagen.
Aber Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbeparks bieten viele Möglichkeiten.
Manche Energiegemeinschaften haben Anlagen auf dem Land, Mitglieder in der Stadt.
Das ist vielseitig. Apropos Angebot. Wir haben wieder etwas Besonderes für unsere Hörer, oder?
Ja.
Wer sich für Energiegemeinschaften interessiert, bekommt von uns eine kostenlose
Gemeinschaftspotenzialanalyse im Wert von 700 Euro.
Einfach mit dem Code PODCAST28 bei uns melden.
700 Euro. Das ist wirklich großzügig. Da schauen die Experten genau,
welche Möglichkeiten es in eurer Region gibt. Richtig? Genau.
Wir analysieren die lokalen Gegebenheiten, identifizieren geeignete Partner,
berechnen die Wirtschaftlichkeit.
Außerdem vermitteln wir Kontakte zu bestehenden Energiegemeinschaften oder helfen
bei der Gründung neuer Initiativen.
Komplett kostenlos, unverbindlich.
Das ist ein tolles Angebot. Liebe Hörer, nutzt das unbedingt. Der Code ist PODCAST28.
Maik, eine Frage beschäftigt mich noch. Wie sieht die Zukunft von Energiegemeinschaften aus?
Die Zukunft ist sehr vielversprechend. Mit der fortschreitenden Digitalisierung
werden Energiegemeinschaften immer intelligenter.
Künstliche Intelligenz optimiert die Anlagen, Blockchain ermöglicht automatischen
Handel, Smart Grids vernetzen alle Teilnehmer.
Energiegemeinschaften werden zu kleinen Energieversorgern.
Das klingt nach einer spannenden Zukunft. Vielen Dank, Maik,
für diese tollen Einblicke in die Welt der Energiegemeinschaften.
Gerne, Solaria. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, über diese wichtige Form
der Bürgerbeteiligung zu sprechen.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das war unsere 28.
Folge über Energiegemeinschaften. Wenn euch das Thema interessiert,
vergesst nicht den Code PODCAST28 für die kostenlose Analyse.
Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare, eure Fragen.
Schreibt uns gerne, ob ihr schon Erfahrungen mit Energiegemeinschaften habt
oder ob ihr eine gründen möchtet.
Bis zum nächsten Mal. Bleibt sonnig, bleibt gemeinschaftlich.
Tschüss, bis bald.
Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen
Information über Solarenergie, Energiegemeinschaften sowie deren technische Aspekte.
Sie stellen keine Finanzberatung, Investmentempfehlung oder rechtliche Beratung dar.
Energiegemeinschaften, Genossenschaften sowie Investitionen in Energieprojekte
unterliegen wirtschaftlichen Risiken sowie rechtlichen Bestimmungen.
Für individuelle Beratung zu Gründung, Mitgliedschaft oder Investitionen wenden
Sie sich bitte an qualifizierte Rechtsanwälte, Steuerberater oder Finanzexperten.
Alle Angaben ohne Gewähr.