Moin Moin, hier ist wieder euer Podcast und ich bin Solaria.
Heute wird es richtig spannend, denn wir schauen mal über den Tellerrand hinaus.
Hallo Solaria, über den Tellerrand? Das klingt ja geheimnisvoll.
Hallo auch an alle da draußen.
Ja Maik, du bist ja unser Gast und Inhaber von unserem Unternehmen.
Heute reden wir nämlich nicht über Solaranlagen auf dem Hausdach,
sondern über ganz andere Anwendungen.
Ah verstehe, du meinst Solarenergie jenseits des klassischen Hausdachs?
Genau, Agri-Photovoltaik und andere Spezialanwendungen. Maik,
erzähl mal, was ist denn Agri-PV überhaupt?
Also, Agri-PV ist eine ziemlich clevere Sache. Stell dir vor,
du hast ein Feld mit Kartoffeln oder Getreide.
Normalerweise würdest du da entweder Landwirtschaft betreiben oder Solarmodule aufstellen, oder?
Ja, logisch, eins oder das andere.
Aber bei Agri-PV machst du beides gleichzeitig. Die Solarmodule werden so hoch
aufgestellt, dass darunter noch Platz für die Pflanzen ist.
Das geht? Bekommen die Pflanzen dann noch genug Licht?
Das ist das Geniale daran. Die Module sind nicht komplett geschlossen,
sondern haben Abstände.
So kommt noch genug Licht durch für die Pflanzen.
Und funktioniert das wirklich? Oder ist das nur so eine Theorie?
Nein, das funktioniert super. Es gibt sogar Studien, die zeigen,
dass manche Pflanzen unter den Modulen sogar besser wachsen.
Besser? Wie kann das denn sein?
Naja, die Module spenden Schatten. Bei sehr heißen Sommern schützen sie die
Pflanzen vor zu viel Sonne und Austrocknung.
Ach so, das ist ja wie ein natürlicher Sonnenschirm. Und wie viel Strom kann man denn so erzeugen?
Das kommt drauf an, wie die Anlage aufgebaut ist.
Aber man kann durchaus 70 bis 80 Prozent der Leistung einer normalen Freiflächenanlage erreichen.
Das ist ja gar nicht so schlecht. Und gibt es das schon hier in Brandenburg?
Ja, es gibt erste Pilotprojekte. Brandenburg macht sogar den Weg frei für mehr Agri-PV.
Es soll bald einfacher werden, solche Anlagen zu genehmigen.
Das ist ja toll. Aber ist das nicht wahnsinnig teuer, so eine Anlage zu bauen?
Es ist schon teurer als eine normale Freiflächenanlage. Die Unterkonstruktion
muss ja viel höher und stabiler sein.
Aber dafür nutzt man die Fläche doppelt.
Hm, doppelte Nutzung. Das heißt, der Landwirt kann weiter seine Ernte einfahren
und bekommt zusätzlich noch Geld für den Strom?
Genau. Das ist ein zusätzliches Standbein für die Landwirtschaft.
Gerade in Zeiten schwankender Getreidepreise ist das sehr attraktiv.
Das kann ich mir vorstellen. Und was ist mit anderen Spezialanwendungen?
Du hattest ja gesagt, es gibt noch mehr.
Oh ja, da gibt es richtig verrückte Sachen. Zum Beispiel schwimmende Solaranlagen auf Seen.
Auf Seen? Wie soll das denn funktionieren?
Die Module werden auf spezielle Schwimmkörper montiert.
Das hat sogar mehrere Vorteile. Man braucht keine Landfläche und die Module
sind effizienter, weil das Wasser sie kühlt.
Das ist ja genial. Und gibt es das auch schon irgendwo?
Ja, in anderen Ländern gibt es das schon.
In Deutschland sind wir da noch etwas zurückhaltend, aber ich denke, das wird kommen.
Und was ist mit Brandenburg? Wir haben ja viele Seen hier.
Das wäre durchaus denkbar. Allerdings muss man da auch den Naturschutz beachten.
Nicht jeder See ist dafür geeignet.
Ja, das macht Sinn. Und was gibt es noch für verrückte Anwendungen?
Solar Carports. Das sind Überdachungen für Parkplätze mit Solarmodulen drauf.
Ach, das ist ja praktisch. Das Auto steht im Schatten und oben wird Strom erzeugt.
Genau. Besonders für Supermärkte oder Unternehmen mit großen Parkplätzen ist das super.
Die haben oft riesige Flächen, die sonst ungenutzt sind.
Und funktioniert das genauso gut wie auf dem Dach?
Ja, sogar oft besser. Die Module können optimal ausgerichtet werden und es gibt
keine Verschattung durch Schornsteine oder andere Dachaufbauten.
Das klingt nach einer Win-Win-Situation.
Gibt es das auch schon bei uns in der Region?
Vereinzelt, ja. Aber ich denke, da wird in den nächsten Jahren noch viel mehr kommen.
Besonders bei Einkaufszentren und Gewerbegebieten.
Spannend. Und was ist mit Solarfassaden? Davon habe ich mal gehört.
Ja, das ist auch eine interessante Anwendung. Statt die Module aufs Dach zu
setzen, werden sie in die Fassade integriert.
Und wie sieht das aus? Ist das nicht hässlich?
Nein, gar nicht. Es gibt inzwischen Module, die aussehen wie normale Glasfassaden.
Man sieht kaum, dass das Solarmodule sind.
Das ist ja toll. Aber sind die genauso effizient wie normale Module?
Sie sind etwas weniger effizient, weil sie meist nicht optimal zur Sonne ausgerichtet sind.
Aber dafür nutzen sie Flächen, die sonst gar nicht für Solarenergie verwendet würden.
Ach so, zusätzliche Fläche sozusagen. Und was kostet so etwas?
Das ist noch ziemlich teuer. Aber für Bürogebäude oder öffentliche Gebäude kann
das trotzdem interessant sein, weil es auch ein Statement ist.
Ein Statement für Nachhaltigkeit meinst du?
Genau. Viele Unternehmen wollen zeigen, dass sie umweltbewusst sind.
Da ist eine Solarfassade ein echter Hingucker.
Das kann ich mir vorstellen. Und was ist mit Solarziegeln? Davon habe ich auch schon gehört.
Ja, das ist eine weitere Spezialanwendung. Die sehen aus wie normale Dachziegel,
sind aber eigentlich kleine Solarmodule.
Das gibt es wirklich? Das ist ja wie Tarnung.
Ja, so ähnlich. Das ist besonders interessant für denkmalgeschützte Gebäude
oder wenn die Optik sehr wichtig ist.
Ah, wenn man keine normalen Module haben darf oder will. Aber sind die genauso gut?
Sie sind weniger effizient und deutlich teurer. Aber wenn es die einzige Möglichkeit
ist, Solar zu nutzen, dann ist es trotzdem besser als gar nichts.
Das stimmt.
Und was ist mit ganz verrückten Sachen? Gibt es da noch mehr?
Oh ja, es gibt sogar Solarstraßen. Da werden Solarzellen in den Straßenbelag integriert.
In die Straße? Das kann doch nicht funktionieren.
Es ist sehr schwierig und teuer. Die Module müssen extrem robust sein und trotzdem
transparent genug, dass Autos darüber fahren können.
Und funktioniert das?
Bisher nicht wirklich gut. Es gibt ein paar Pilotprojekte, aber die sind meist
nicht sehr erfolgreich.
Zu teuer und zu wenig Ertrag.
Ach so, noch nicht ausgereift. Aber die E ist schon cool.
Ja, die Idee ist faszinierend. Vielleicht wird das in 20 oder 30 Jahren mal funktionieren.
Und was ist mit Solarenergie für E-Autos? Das hatten wir ja schon mal erwähnt.
Ja, das ist ein wichtiges Thema. Es gibt inzwischen Solarcarports speziell für
E-Auto-Ladestationen.
Das ist ja praktisch. Das Auto lädt sich quasi mit Sonnenstrom auf.
Genau. Und wenn man das mit einem Batteriespeicher kombiniert,
kann man sogar nachts oder bei schlechtem Wetter mit Solarstrom fahren.
Das ist ja die perfekte Kombination. Haben wir das auch schon mal installiert?
Ja, haben wir. Unsere Kunden sind total begeistert davon.
Endlich können sie wirklich klimaneutral fahren.
Das ist schon ein tolles Gefühl, oder? Und was ist mit Solarenergie für Wärmepumpen?
Das ist auch eine super Kombination. Die Wärmepumpe braucht Strom zum Heizen
und den kann die Solaranlage liefern.
Ach so, dann heizt man quasi mit Sonnenstrom.
Aber funktioniert das auch im Winter, wenn wenig Sonne scheint?
Im Winter produziert die Solaranlage weniger Strom, das stimmt.
Aber mit einem großen Batteriespeicher kann man trotzdem einen guten Teil des Strombedarfs decken.
Und den Rest kauft man dann aus dem Netz?
Genau. Aber selbst wenn man nur 50 Prozent des Stroms selbst erzeugt,
spart man schon richtig viel Geld.
Das kann ich mir vorstellen. Und was ist mit ganz neuen Technologien?
Gibt es da auch Spezialanwendungen?
Ja, es gibt zum Beispiel transparente Solarmodule. Die kann man in Fenster integrieren.
Transparente Solarmodule? Wie soll das denn gehen?
Die sind nicht komplett durchsichtig, aber so transparent, dass man noch durchschauen kann.
Wie getönte Scheiben, nur dass sie Strom erzeugen.
Das ist ja verrückt. Und gibt es das schon zu kaufen?
Es ist noch sehr teuer und nicht sehr effizient. Aber für Bürogebäude mit viel
Glasfläche könnte das interessant werden.
Weil man die Fläche sonst gar nicht nutzen könnte. Und was ist mit flexiblen Solarmodulen?
Ja, die gibt es auch. Die sind dünn und biegsam, wie eine Folie.
Man kann sie auf gebogene Oberflächen kleben.
Und wo würde man so etwas verwenden?
Zum Beispiel auf Wohnmobilen oder Booten oder auf runden Dächern,
wo normale Module nicht passen.
Das ist ja praktisch, Maik. Wenn du dir die Zukunft vorstellst,
welche von diesen Spezialanwendungen wird sich durchsetzen?
Puh, das ist schwer zu sagen. Ich denke, Agri-PV hat sehr gute Chancen,
weil es wirklich Sinn macht.
Ja, doppelte Nutzung ist schon clever.
Und Solarcarports werden sicher auch kommen. Besonders mit der Zunahme von E-Autos.
Das macht Sinn. Und was ist mit den anderen Sachen?
Solarfassaden werden wahrscheinlich eine Nische bleiben. Zu teuer für den normalen
Hausbesitzer, aber interessant für Unternehmen.
Und schwimmende Solaranlagen?
Das könnte in Deutschland schwierig werden wegen des Naturschutzes,
aber vielleicht auf künstlichen Gewässern oder Baggerseen.
Das wäre ja auch schon etwas.
Und was bedeutet das alles für normale Hausbesitzer? Sollten die sich Gedanken machen?
Für normale Hausbesitzer ist das Dach immer noch die beste Option.
Diese Spezialanwendungen sind meist für besondere Situationen gedacht.
Also erstmal das Dach nutzen und dann schauen?
Genau, aber es ist gut zu wissen, dass es Alternativen gibt,
falls das Dach nicht geeignet ist.
Zum Beispiel, wenn das Dach verschattet ist oder denkmalgeschützt?
Genau, dann könnte man über einen Solarcarport nachdenken, oder über eine Solarfassade.
Das ist ja beruhigend zu wissen. Und was ist mit den Kosten?
Werden diese Spezialanwendungen günstiger?
Ich denke schon. Je mehr davon gebaut werden, desto günstiger werden sie.
Das ist bei jeder neuen Technologie so.
Ja, das stimmt. Und gibt es auch Förderungen für solche Projekte?
Ja, teilweise. Für AgriPV gibt es spezielle Ausschreibungen und für innovative
Projekte gibt es oft Forschungsförderung.
Das ist ja gut. Dann lohnt es sich vielleicht mal zu schauen, was möglich ist.
Auf jeden Fall. Wir beraten auch gerne zu solchen Spezialanwendungen.
Manchmal gibt es Lösungen, an die man gar nicht gedacht hat.
Das ist ein guter Punkt. Bevor wir zum Ende kommen, hast du noch einen besonderen Tipp für unsere Hörer?
Ja! Denk nicht nur an das Dach. Es gibt so viele Möglichkeiten,
Solarenergie zu nutzen.
Manchmal ist die kreative Lösung sogar besser als die Standardlösung.
Das ist ein toller Rat. Und für alle, die neugierig geworden sind,
haben wir wieder ein besonderes Angebot, oder?
Ja, genau. Für alle Hörer unseres Podcasts, die bis Ende Juli eine Beratung
buchen und dabei den Code PODCAST10 erwähnen,
gibt es eine kostenlose Machbarkeitsstudie für Spezialanwendungen im Wert von 500 Euro.
Wow, das ist ja großzügig. Was beinhaltet denn diese Machbarkeitsstudie?
Wir schauen uns das Grundstück oder Gebäude genau an und prüfen,
welche Spezialanwendungen möglich wären.
Agri-PV, Solarcarport, Solarfassade oder was auch immer in Frage kommt.
Das klingt nach einer sehr umfassenden Beratung.
Ja, wir nehmen uns wirklich Zeit dafür. Manchmal entdecken wir Möglichkeiten,
an die der Kunde gar nicht gedacht hat.
Das glaube ich gerne. Und wie können unsere Hörer denn Kontakt aufnehmen?
Am einfachsten über unsere Webseite. Dort kann man direkt einen Termin buchen.
Oder einfach anrufen. Wir freuen uns über jede Anfrage.
Das ist super. Und wenn ihr Fragen habt oder bestimmte Themen vorschlagen möchtet,
schreibt sie gerne in die Kommentare.
Wir greifen eure Ideen gerne in den nächsten Folgen auf.
Ja, das machen wir sehr gerne. Gerade bei Spezialanwendungen gibt es so viele interessante Fragen.
Maik, vielen Dank für diesen spannenden Ausflug in die Welt der Solarspezialanwendungen.
Es ist faszinierend, was alles möglich ist.
Gerne, Solaria. Mir macht es immer Spaß, über diese innovativen Lösungen zu sprechen.
Die Solarenergie hat so viel mehr zu bieten als nur das Hausdach.
Das stimmt. Und damit sind wir auch schon am Ende unserer zehnten Folge angekommen.
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Tschüss und bis bald.