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Solaranlage und Grundsteuer, KfW, BAFA: Welche Förderung passt wirklich zu Ihnen?

Solaranlage und Grundsteuer, KfW, BAFA: Welche Förderung passt wirklich zu Ihnen?

Förderung für Solaranlagen: Viele Wege, aber welcher passt zu Ihnen?

Wer in Berlin oder Brandenburg über eine Solaranlage nachdenkt, stößt schnell auf eine Vielzahl von Förderprogrammen. KfW, BAFA, IBB, Berliner Senat – die Abkürzungen häufen sich, und nicht selten entsteht der Eindruck, dass man mit der richtigen Kombination quasi umsonst ans Ziel kommt. Die Realität ist etwas nüchterner, aber keineswegs ernüchternd: Wer die Förderlandschaft versteht und frühzeitig plant, kann tatsächlich mehrere Tausend Euro sparen. Voraussetzung ist, dass Sie wissen, welches Programm für Ihre konkrete Situation überhaupt infrage kommt.

Als Fachbetrieb aus Berlin begleiten wir unsere Kunden regelmäßig durch genau diese Fragen. Was folgt, ist kein vollständiger Bürokratieleitfaden, sondern eine ehrliche Einschätzung: Welche Töpfe existieren, was sie leisten – und wo die Grenzen liegen.

KfW: Der bekannteste Hebel für die Solarfinanzierung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist für viele Berliner Hausbesitzer der erste Anlaufpunkt. Das liegt daran, dass die KfW keine Zuschüsse für eine reine Photovoltaikanlage vergibt, sondern zinsgünstige Kredite – und das mit teils sehr attraktiven Konditionen. Der relevanteste Rahmen ist derzeit das Programm KfW 270 (Erneuerbare Energien – Standard).

Was das Programm leistet: Sie erhalten einen Kredit zu einem Zinssatz, der in der Regel deutlich unter dem eines normalen Bankdarlehens liegt. Die Kredithöhe kann bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben betragen – für ein privates Einfamilienhaus ist der relevante Korridor in der Praxis natürlich wesentlich kleiner, aber die Deckung einer vollständigen Solaranlage inklusive Speicher ist problemlos möglich.

Wichtig: Antrag vor Auftragsvergabe stellen

Ein klassischer Fehler: Viele Hausbesitzer beauftragen zuerst den Handwerker und fragen danach nach der KfW-Förderung. Das ist zu spät. Der KfW-Antrag muss zwingend vor dem Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags gestellt werden – sonst verfällt der Förderanspruch. Wer mit uns plant, wird von uns auf diesen Schritt ausdrücklich hingewiesen.

Den Kreditantrag stellen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank. Das ist ein bürokratischer Zwischenschritt, der manchmal Geduld kostet – aber er lässt sich mit etwas Vorlaufzeit gut organisieren. Wenn Sie wissen möchten, welche Anlagengröße für Ihr Haus sinnvoll ist, hilft Ihnen unser Solarrechner als erster Orientierungspunkt.

Solaranlage und Grundsteuer, KfW, BAFA: Welche Förderung passt wirklich zu Ihnen?
Abbildung ähnlich

BAFA: Relevant für Speicher – aber mit Einschränkungen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verschiedene Maßnahmen rund um erneuerbare Energien. Für Photovoltaikanlagen allein gibt es beim BAFA aktuell keine direkte Zuschussförderung auf Bundesebene. Anders sieht es aus, wenn Sie eine Solaranlage im Zusammenhang mit einer Wärmepumpe oder einer Heizungsanlage planen.

Wer also ohnehin über eine Heizungssanierung nachdenkt und dabei eine Solaranlage integriert, sollte prüfen, ob die Kombination förderfähig ist. Hier lohnt sich eine individuelle Beratung, denn die Förderbedingungen hängen stark davon ab, welche Maßnahmen wie miteinander verbunden werden.

Was bedeutet das für Berliner Hausbesitzer konkret?

Wenn Sie ausschließlich eine Photovoltaikanlage installieren möchten, ist das BAFA im Jahr 2021 für Sie als Einzelmaßnahme meist nicht der richtige Ansprechpartner. Sobald jedoch weitere Sanierungsmaßnahmen geplant sind, kann sich das Bild schnell ändern. Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen, den richtigen Förderrahmen zu identifizieren.

IBB und Berliner Landesförderung: Was der Senat zusätzlich bietet

Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat in den vergangenen Jahren verschiedene Programme aufgelegt, die Berliner Eigentümer bei energetischen Sanierungen unterstützen. Das bekannteste Produkt ist das IBB Energiekredit-Programm, das zinsgünstige Darlehen für energetische Maßnahmen bereitstellt – darunter auch Photovoltaikanlagen und Stromspeicher.

Der Vorteil gegenüber der KfW: Für Berliner Eigentümer kann die IBB eine zusätzliche Finanzierungsschicht bieten, die sich mit der KfW-Förderung kombinieren lässt. Eine Doppelförderung ist dabei nicht automatisch ausgeschlossen, aber die genauen Kombinationsregeln sollten Sie mit Ihrer Bank und dem Fördergeber klären.

Darüber hinaus gibt es in einzelnen Berliner Bezirken temporäre Zuschüsse oder Pilotprogramme, die sich an Hauseigentümer richten. Diese sind in der Regel mit kürzeren Antragsfenstern verbunden und schnell ausgeschöpft. Wer auf dem Laufenden bleiben will, sollte regelmäßig die Seiten des Berliner Senats für Stadtentwicklung und Wohnen prüfen.

Was die Förderung wirklich kostet – und was sie bringt

Eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus in Berlin kostet je nach Größe und Ausstattung ab etwa 8.000 bis 20.000 Euro. Mit Speicher liegt der Einstieg höher. Diese Investition lässt sich durch Fördermaßnahmen nicht auf null drücken – aber sie lässt sich spürbar abfedern.

Förderinstrument Art Wer profitiert am meisten? Mögliche Ersparnis (ca.)
KfW 270 Kredit Alle Eigentümer mit Finanzierungsbedarf ab 500 – 2.000 € Zinsersparnis
IBB Energiekredit Kredit Berliner Eigentümer, ergänzend zur KfW variabel, je nach Laufzeit
BAFA (Kombination) Zuschuss Bei Kombination mit Wärmepumpe/Heizung bis zu mehreren Tausend Euro
Steuerliche Abschreibung Steuer Anlagebesitzer mit Einspeisung abhängig vom Steuersatz
Einspeisevergütung (EEG) Vergütung Alle Anlagen bis 100 kWp ab ca. 7–9 Ct/kWh (2021)

Die Einspeisevergütung ist zwar kein Förderprogramm im klassischen Sinne, aber sie ist ein verlässlicher Einnahmeposten über 20 Jahre. Wer seinen Solarstrom ins Netz einspeist, erhält dafür eine gesetzlich festgelegte Vergütung – mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur Solaranlage und Einspeisevergütung.

Video: Was ist eigentlich Photovoltaik? (YouTube)

Eigenkapital oder Förderkredit: Was ist die bessere Strategie?

Diese Frage stellen uns Kunden in Berlin regelmäßig. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Ihre persönliche Situation an. Wenn Sie über ausreichend Eigenkapital verfügen und keine Rendite darauf erzielen, ist die vollständige Eigenfinanzierung oft sinnvoll – die Solaranlage selbst liefert dann eine implizite Rendite durch Stromkosteneinsparung und Einspeisevergütung.

Wenn Sie hingegen das Kapital anderweitig benötigen oder binden möchten, kann ein KfW-Kredit zu günstigen Konditionen eine sinnvolle Alternative sein. Entscheidend ist dabei, dass die monatlichen Kreditkosten nicht höher sein sollten als die monatliche Einsparung durch die Anlage – sonst rechnet sich das Modell erst langfristig.

Für eine realistische Einschätzung Ihrer Situation empfehlen wir ein persönliches Gespräch. Über unsere Beratungsseite können Sie unkompliziert einen Termin mit uns vereinbaren.

Was Sie vor dem Förderantrag unbedingt klären sollten

Bevor Sie einen Antrag stellen, sollten Sie folgende Punkte geklärt haben:

Wenn Sie verstehen möchten, wie eine Solaranlage technisch und planerisch aufgebaut ist, finden Sie auf unserer Seite So funktioniert es einen guten Einstieg.

Kann ich KfW und IBB gleichzeitig nutzen?

Grundsätzlich ja – eine Kombination beider Förderkredite ist möglich, sofern die Summe der Fördermittel die förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Die genauen Kombinationsregeln sollten Sie mit Ihrer Hausbank abstimmen, da sich die Bedingungen der Programme gelegentlich ändern. Als Fachbetrieb geben wir Ihnen die technischen und kostenseitigen Unterlagen, die Sie für Ihren Antrag benötigen.

Bekomme ich auch Förderung für ein Balkonkraftwerk?

Für kleine Stecker-Solargeräte (sogenannte Balkonkraftwerke) gibt es auf Bundesebene im Jahr 2021 keine spezifischen Förderprogramme. In einigen Berliner Bezirken und über einzelne Stadtwerke existieren kleinere Zuschussinitiativen – diese sind jedoch meist auf wenige hundert Euro begrenzt und schnell vergriffen. Eine Einspeisevergütung über das EEG erhalten Balkonkraftwerke in der Regel nicht.

Was passiert mit der Förderung, wenn ich die Anlage später verkaufe?

Bei KfW-Krediten geht die Verpflichtung in der Regel auf den Käufer der Immobilie über oder der Kredit wird bei Verkauf vorzeitig zurückgezahlt. Die Anlage selbst steigert den Immobilienwert – das ist ein zusätzlicher Faktor, den viele Eigentümer zunächst unterschätzen. Genaue Bedingungen entnehmen Sie bitte den Programmunterlagen Ihrer Hausbank oder sprechen Sie uns direkt an.

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